Laimer-Vertragspoker: Bayern droht neue „Upamecano-Situation“

Vjekoslav Keskic

Konrad Laimer gehört in dieser Saison zu den konstantesten Profis beim FC Bayern. Der Österreicher ist flexibel einsetzbar, laufstark, zweikampfhart – und vor allem nahezu immer verfügbar. Kein Wunder also, dass sein Name immer wieder im internationalen Transferkarussell auftaucht.

Zuletzt wurde sogar Real Madrid ins Spiel gebracht. Hintergrund ist die aktuell auf Eis liegende Vertragssituation in München. Die Gespräche über eine Verlängerung pausieren – und genau das weckt Begehrlichkeiten. Sobald Stillstand herrscht, entstehen Spekulationen.

Im BILD-Podcast Bayern Insider wurde die sportliche Zukunft des ÖFB-Kickers thematisiert. Laut BILD-Fußballchef Christian Falk beschäftigt sich Laimer nicht mit einem Bayern-Abschied.

Er ordnete ein, dass die Tatsache, dass „die Gespräche momentan auf Eis liegen“, natürlich Begehrlichkeiten wecke – „auch bei denen, die Transfergerüchte machen“. Doch konkret habe er nachgehakt und betont: „Nein, Real Madrid hat nicht angeklopft.“

Laimer bleibt entspannt – Bayern muss aufpassen

Konrad Laimer
Foto: IMAGO

Interessant ist allerdings die Vertragslage selbst. Falk berichtet im Podcast von einem persönlichen Gespräch mit Laimer, in dem dieser erklärte: „Ja, tatsächlich, es ist richtig. Wir reden momentan nicht.“ Gleichzeitig sei der Mittelfeldspieler aber „entspannt“ und mache sich „da nicht verrückt“.

Wichtig: Sein Vertrag läuft nicht in diesem Sommer aus, sondern erst 2027. Dennoch mahnt Falk zur Vorsicht und erinnerte an typische Dynamiken im modernen Transfergeschäft. Man dürfe nicht in eine „Upamecano-Situation“ geraten – also zu lange warten und dem Spieler dadurch zusätzliche Optionen eröffnen.

BILD-Reporter Heiko Niedderer unterstrich zudem Laimers sportlichen Wert. Für ihn sei der Österreicher „sehr, sehr wertvoll“ und „ein bisschen underrated“, weil ihm der Glamourfaktor fehle. Gleichzeitig verwies er auf einen zentralen Punkt im Gehaltsgefüge: „Es geht ja immer um das Verhältnis in der Kabine, um die Wertschätzung.“

Laimer soll demnach aktuell zwischen fünf und acht Millionen Euro verdienen – deutlich weniger als andere Stammspieler. Dass ein Leistungsträger bei solchen Unterschieden zumindest genau hinschaut, sei nachvollziehbar.

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