Bayern-Matchwinner: Kovac adelt „Weltklasse“-Kimmich

Tim Schoster

Joshua Kimmich hat dem FC Bayern im Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund den späten Sieg beschert. Niko Kovac fand nach Abpfiff große Worte für den Münchner Mittelfeldchef. Auch der Bayern-Kapitän selbst sendete eine klare Botschaft im Titelrennen.

Der 3:2-Erfolg des FC Bayern bei Borussia Dortmund hatte einen entscheidenden Moment und der ging auf das Konto von Joshua Kimmich. In der 87. Minute drosch der 31-Jährige den Ball volley ins Netz und sorgte damit für die Entscheidung im Topspiel.

Dortmunds Trainer Niko Kovac machte nach der Partie keinen Hehl daraus, wem er die Niederlage zuschrieb. „Er war der kleine, aber feine Unterschied“, sagte der BVB-Coach über den Nationalspieler. Über den späten Treffer ergänzte Kovac: „Das ist schon Weltklasse.“

Der Bayern-Star hatte zuvor bereits den Ausgleich eingeleitet. Sein gefühlvoller Chipball fand Harry Kane, der in der 54. Minute zum 1:1 traf. Auch diese Aktion hob Kovac ausdrücklich hervor: „Das muss man auch mal als gegnerischer Trainer anerkennen.“ Insgesamt sprach der Dortmunder Trainer von einem „richtig guten Clasico“ und „Werbung für den deutschen Fußball“. Seine Mannschaft habe „einen Punkt verdient“ gehabt.

Kimmich deutlich: „Das werden wir nicht mehr abgeben“

Joshua Kimmich
Foto: IMAGO

Durch den Sieg liegt der Rekordmeister nun elf Punkte vor dem Tabellenzweiten. Für Kimmich war das Anlass für eine deutliche Ansage im Meisterrennen. „Es liegt schon an uns. Das muss man ehrlich sagen. Wir haben jetzt elf Punkte Vorsprung. Das werden wir nicht mehr abgeben“, erklärte der Mittelfeldspieler am Sky-Mikrofon im Signal-Iduna-Park und schob nach: „Das wird so bleiben!“

Über seinen Treffer sagte der 31-Jährige: „Ich hatte in dem Moment nicht mehr viele Optionen. Ich habe mich einfach darauf konzentriert, den Ball ordentlich zu erwischen. Und zum Glück ist er dann hinten reingegangen.“ Für ihn sei das Tor in Dortmund besonders gewesen: „Ich schieße generell jetzt nicht so viele Tore, deswegen nehme ich jedes Tor gerne mit. In Dortmund, so spät ein 3:2 zu machen, ist natürlich etwas ganz Besonderes.“

Kimmich räumte jedoch ein, dass es kein einfacher Abend gewesen sei. Man habe sich „lange schwer getan“ und sprach von einem „sehr körperlichen Spiel“. Gerade die erste Hälfte sei „sehr zerfahren“ gewesen, ehe es nach dem Seitenwechsel „ein bisschen flüssiger“ wurde.

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