Nico Schlotterbeck wird beim FC Bayern weiterhin gehandelt. Nun hat sich Vorstandschef Jan-Christian Dreesen klar zur Personalie geäußert. Seine Worte lassen tief blicken, gerade mit Blick auf die aktuelle Abwehrplanung der Münchner.
Beim Rekordmeister ist die Innenverteidigung seit Monaten ein Diskussionsthema. Im Interview mit der Sport BILD wurde Jan-Christian Dreesen konkret auf Nico Schlotterbeck angesprochen und fand deutliche Worte. „Es besteht kein Zweifel daran, dass Schlotterbeck ein herausragender Spieler ist. Er ist ein Spieler von Borussia Dortmund. Deshalb müssen wir nicht darüber spekulieren, wo er irgendwann spielen wird und ob er seinen Vertrag verlängert oder nicht.“
Damit schob der Vorstandsvorsitzende weiteren Transfergerüchten einen Riegel vor. Dreesen verwies zugleich auf die eigene Kaderstruktur: „Wir haben Upamecanos Vertrag verlängert. Wir sind mit drei großartigen Innenverteidigern sehr gut aufgestellt.“ Gemeint sind neben Dayot Upamecano auch Jonathan Tah und Minjae Kim, die im Abwehrzentrum aktuell für die nötige Qualität sorgen.
Die Aussagen passen zur bisherigen Linie der Münchner. Mit der langfristigen Verlängerung von Upamecano hat der Klub bereits ein Zeichen gesetzt. Zudem wurde Tah im vergangenen Sommer verpflichtet und überzeugt mit konstant stabilen Leistungen, während auch Kim trotz einiger Kritik weiterhin zum festen Bestandteil der Defensive zählt.
Ex-Bayern-Spieler: „Bei Bayern ist die Tür ja auch zu“

Auch Ex-Bayern-Profi Thomas Strunz sieht für Schlotterbeck aktuell keinen Platz an der Säbener Straße. Im Fantalk auf SPORT1 erklärte er: „Bei Bayern ist die Tür ja auch zu. Da sind Tah und Upamecano gesetzt.“ Aus seiner Sicht bestehe beim deutschen Meister kein unmittelbarer Bedarf im Abwehrzentrum.
Brisant: Erst am Samstagabend stand Schlotterbeck beim 3:2-Erfolg der Bayern in Dortmund sportlich im Fokus. Nach einem harten Einsteigen gegen Josip Stanisic sagte der BVB-Verteidiger selbst: „Ich denke, da hätte man eine Rote Karte geben können. Ich hatte da Glück.“ Stanisic wurde noch deutlicher: „Ich verstehe nicht genau, warum der Schiedsrichter kein Rot gibt.“
Während die Diskussionen um die Szene noch nachhallen, sorgt Dreesens Einordnung für Klarheit. In München sieht man sich defensiv stark besetzt – Spekulationen um einen möglichen Wechsel des Dortmunder Nationalspielers spielen demnach derzeit keine Rolle.
