„Kein Freifahrtschein!“: Goretzka reagiert auf Nagelsmann-Aussagen

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Die Aussagen von Bundestrainer Julian Nagelsmann über Leon Goretzka haben in den vergangenen Tagen für reichlich Diskussionen gesorgt. Der DFB-Coach hatte dem Bayern-Mittelfeldspieler trotz seiner Reservistenrolle in München gute Chancen auf einen Platz im deutschen WM-Kader 2026 eingeräumt. Nun hat sich Goretzka erstmals selbst zu den viel diskutierten Aussagen geäußert.


Im Interview mit Sky stellte der 31-Jährige klar, dass er die Worte seines ehemaligen Bayern-Trainers nicht als Garantie für eine Nominierung interpretiert. „Ich sehe das ganz sicher nicht, so wie es einige schon interpretiert haben, als Freifahrtschein“, erklärte Goretzka nach dem 4:1-Heimsieg des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.

Stattdessen versteht der Mittelfeldspieler die Aussagen des Bundestrainers vielmehr als zusätzlichen Ansporn: „Ich sehe das einfach als Motivation.“

Nagelsmann hatte zuvor im kicker-Interview betont, dass Goretzka trotz begrenzter Einsatzzeiten beim FC Bayern gute Chancen habe, auch bei der Weltmeisterschaft 2026 eine Rolle zu spielen. Besonders seine Kopfballstärke, seine Präsenz im Strafraum und seine physische Wucht hob der Bundestrainer dabei hervor.

„Spezielle Verbindung“ zu Nagelsmann

Goretzka betonte zudem, dass ihn mit Nagelsmann eine besondere Beziehung verbindet. Beide arbeiteten bereits beim FC Bayern eng zusammen. „Julian und ich haben natürlich schon eine spezielle Verbindung gehabt, schon bei Bayern“, erklärte der Mittelfeldspieler.

Gleichzeitig erinnerte er daran, dass es zwischen ihnen auch schwierigere Phasen gegeben habe – insbesondere rund um die Europameisterschaft.

„Wir hatten auch eine schwierige Zeit bei der EM, wo wir natürlich schon unterschiedlicher Meinung waren. Trotzdem bin ich ein Stück weit stolz darauf, dass wir das zusammen ausgeräumt haben“, sagte Goretzka.

Der Bayern-Profi verwies außerdem darauf, dass er in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft eine wichtige Rolle im Team gespielt habe. „Ich glaube, da habe ich jedes Spiel gemacht und auch meinen Teil dazu beigetragen, dass wir jetzt bei dem Turnier dabei sind“, erklärte der 31-Jährige.

Für ihn sei es nun entscheidend, das Vertrauen des Bundestrainers auch künftig zurückzuzahlen. „Da möchte man das Vertrauen, was man bekommt, natürlich zurückzahlen. Das werde ich versuchen.“

Position im Mittelfeld klar definiert

Leon Goretzka
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Interessant ist auch, dass Goretzka beim Bayern-Sieg gegen Gladbach genau auf der Position spielte, auf der ihn auch Nagelsmann in der Nationalmannschaft sieht – neben Joshua Kimmich auf der Doppelsechs.

Dort setzte der Mittelfeldspieler direkt ein Ausrufezeichen und bereitete mit einem feinen Lupfer das Führungstor von Luis Díaz vor.

Dass Nagelsmann weiterhin auf ihn setzt, kam für Goretzka daher nicht überraschend. „In der Quali habe ich eigentlich auch hier nicht viel gespielt und mich auf der Position sehr wohlgefühlt. Ich weiß sehr genau, was von mir erwartet wird“, betonte er.

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