Eigentlich sollte es für Manuel Neuer ein gelungener Comeback-Abend werden. Doch nach seiner Rückkehr ins Tor des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach steht der Kapitän schon wieder im Mittelpunkt neuer Sorgen. Vor dem Champions-League-Spiel in Bergamo ist seine Einsatzfähigkeit plötzlich ungewiss.
Der 39-Jährige hatte beim 4:1-Heimsieg gegen Gladbach erstmals seit rund drei Wochen wieder zwischen den Pfosten gestanden. Neuer war zuvor wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade ausgefallen, den er sich Mitte Februar beim Auswärtsspiel in Bremen zugezogen hatte.
Seine Rückkehr dauerte allerdings nur eine Halbzeit. Nach 45 Minuten blieb der Routinier in der Kabine, Jonas Urbig übernahm im zweiten Durchgang den Platz im Bayern-Tor.
Wohl kein Neuer-Einsatz in Bergamo

Nach der Partie erklärte Trainer Vincent Kompany, dass hinter dem Wechsel mehr als nur eine Vorsichtsmaßnahme steckte. „Er hat ein bisschen was gespürt an der Wade“, sagte der Belgier am Sky-Mikrofon.
Brisant: Dabei handelt es sich um jene Wade, die Neuer bereits in den vergangenen Wochen Probleme bereitet hatte. Der Torhüter wurde nach dem Spiel untersucht, eine endgültige Diagnose steht jedoch noch aus.
Nach Informationen der BILD gehen die Verantwortlichen aktuell davon aus, dass Neuer im Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel bei Atalanta Bergamo nicht zur Verfügung stehen wird. Sollte sich diese Einschätzung bestätigen, dürfte Jonas Urbig am Dienstag zwischen den Pfosten beginnen.
Auch Kompany wollte sich unmittelbar nach der Partie noch nicht festlegen. „Das nächste Spiel ist sehr kurzfristig. Ich will nicht spekulieren, warten wir einfach mal ab“, erklärte der Bayern-Coach.
Damit bleibt beim deutschen Rekordmeister vor dem wichtigen Königsklassen-Duell zunächst eine offene Torwartfrage. Ob Neuer rechtzeitig fit wird oder Urbig erneut einspringen muss, entscheidet sich wohl kurzfristig. Die Tendenz scheint aktuell jedoch: Jonas Urbig wird erneut das Münchner Tor hüten.

