Bayern-Verlängerung stockt: Top-Klubs bringen sich bei Laimer in Stellung

Vjekoslav Keskic
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Beim FC Bayern deutet sich der nächste Vertragspoker an. Während die Münchner die monatelangen Gespräche mit Dayot Upamecano zuletzt erfolgreich abschließen konnten, gestaltet sich nun auch die Zukunft von Konrad Laimer kompliziert.


Der Vertrag des österreichischen Nationalspielers läuft noch bis zum Sommer 2027. Dennoch beschäftigen sich die Verantwortlichen an der Säbener Straße bereits intensiv mit einer möglichen Verlängerung. Die Gespräche zwischen Klub und Spielerseite liegen aktuell allerdings auf Eis.

Finanzielle Differenzen bremsen Gespräche

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben die Bayern dem 28-Jährigen bereits ein erstes Angebot für eine Vertragsverlängerung unterbreitet. Dieses soll von der Spielerseite jedoch abgelehnt worden sein.

Der Grund liegt offenbar in unterschiedlichen finanziellen Vorstellungen. Laimer, der sich unter Trainer Vincent Kompany zu einem absoluten Stammspieler und Leistungsträger entwickelt hat, soll ein deutlich verbessertes Gehalt fordern.

Im Raum steht laut verschiedenen Berichten eine Forderung von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr. Aktuell soll der österreichische Nationalspieler rund zehn Millionen Euro jährlich verdienen.

Sportdirektor Christoph Freund bestätigte zuletzt, dass die Gespräche derzeit pausieren.

Interesse aus England und Spanien

Konrad Laimer
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Während die Vertragsverhandlungen beim FC Bayern stocken, beobachten andere europäische Topklubs die Situation sehr genau.

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass der FC Liverpool ein Auge auf den defensiven Allrounder geworfen hat. Nun berichtet auch das österreichische Portal Krone, dass Atlético Madrid den Bayern-Profi auf dem Zettel hat. Demnach verfolgen beide Vereine die Entwicklungen rund um Laimer sehr aufmerksam.

Auch wenn Laimers Vertrag erst im Sommer 2027 ausläuft, wollen die Bayern eine langfristige Lösung möglichst frühzeitig finden. Die Verantwortlichen möchten verhindern, dass sich ein ähnliches Szenario wie zuletzt bei Dayot Upamecano entwickelt.

Sollten sich die Gespräche über längere Zeit hinziehen, könnte perspektivisch sogar ein ablösefreier Abgang drohen. Ein solcher Wechsel wäre für Laimer nichts Neues. Der ÖFB-Nationalspieler kam im Sommer 2023 selbst ablösefrei von RB Leipzig zum FC Bayern.

Trotz der aktuellen Pause bei den Gesprächen gilt eine Verlängerung weiterhin als bevorzugte Lösung für beide Seiten.

Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickelt. Gerade für Laimer könnte sich mit Ende 20 noch einmal die Gelegenheit ergeben, eine neue sportliche Herausforderung im Ausland anzunehmen.

Für den FC Bayern wäre ein Abgang des vielseitigen Mittelfeldspielers jedoch ein spürbarer Verlust – nicht zuletzt wegen seiner konstant starken Leistungen unter Vincent Kompany.

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