Chance genutzt: Jackson kämpft um seine Bayern-Zukunft

Vjekoslav Keskic
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Nicolas Jackson stand beim 4:1-Heimsieg des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach plötzlich im Mittelpunkt. Der Stürmer rückte für den verletzten Harry Kane in die Startelf und nutzte seine Chance, um Eigenwerbung zu betreiben. Mit einem Treffer und einem herausgeholten Elfmeter zeigte der Angreifer eine engagierte Leistung – und erhielt anschließend lobende Worte von Trainer Vincent Kompany.


Lange Zeit spielte Jackson beim deutschen Rekordmeister nur eine Nebenrolle. Umso wichtiger war sein Auftritt gegen Gladbach, bei dem der Angreifer erstmals seit längerer Zeit wieder von Beginn an ran durfte.

Jackson zeigte von Beginn an viel Einsatz und suchte immer wieder den direkten Abschluss. Dabei wurde jedoch auch deutlich, dass der 24-Jährige unbedingt selbst treffen wollte. Mehrfach entschied er sich für den eigenen Abschluss, obwohl Mitspieler besser positioniert waren.

Trotzdem konnte der Stürmer wichtige Akzente setzen. Neben seinem Treffer holte er auch einen Elfmeter heraus und trug damit entscheidend zum deutlichen Heimsieg der Münchner bei.

Kompany stellt sich vor seinen Stürmer

Trainer Vincent Kompany zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seines Angreifers und lobte dessen Einstellung. „Er hat sehr gut gespielt. Das freut mich für Jacko, aber es ist nichts Besonderes. Es ist das, was er immer gemacht hat“, erklärte der Bayern-Coach nach der Partie.

Kompany betonte zudem, dass Jackson im Training regelmäßig ähnliche Leistungen zeige. „So trainiert er. Heute hat er es gezeigt, hoffentlich bald wieder. Gut für ihn, gut für Bayern.“

Gleichzeitig zeigte sich der Belgier verärgert über die zuletzt kursierenden Gerüchte rund um einen möglichen Abschied des Stürmers. „Der Junge hat nicht schlecht gespielt, der Junge hat nichts Falsches gemacht. Er hat super trainiert, das Verhalten zu seinen Mitspielern war top“, stellte Kompany klar.

Zudem verwies er darauf, dass Jackson kurz zuvor mit dem Senegal den Afrika-Cup gewonnen hatte. Dennoch würden immer wieder einzelne Spieler öffentlich herausgegriffen. „Letztes Jahr war oft Serge Gnabry Thema oder Kingsley Coman. Jetzt ist es Nicolas Jackson“, erklärte der Bayern-Trainer.

Zukunft in München bleibt offen

Nicolas Jackson
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Trotz des starken Auftritts bleibt Jacksons Zukunft beim FC Bayern ungewiss. Der Angreifer ist aktuell lediglich vom FC Chelsea ausgeliehen.

Die Münchner sollen eine Kaufoption in Höhe von rund 65 Millionen Euro besitzen. Für einen Backup-Stürmer hinter Harry Kane gilt diese Summe jedoch als sehr hoch.

Jackson steht in London noch bis 2033 unter Vertrag und könnte im Sommer erneut Thema auf dem Transfermarkt werden. Seine Leistung gegen Gladbach hat jedoch gezeigt, dass er zumindest sportlich weiterhin eine interessante Option für die Bayern ist – vor allem in der entscheidenden Phase der Saison, wenn Trainer Kompany möglicherweise stärker rotieren muss.

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