Der FC Bayern hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt. Beim italienischen Topklub Atalanta Bergamo feierte die Mannschaft von Vincent Kompany einen deutlichen 6:1-Erfolg. Joshua Kimmich zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden mit dem Auftritt des deutschen Rekordmeisters.
Die Münchner legten bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein für den Kantersieg und führten zur Pause komfortabel mit 3:0.
Der heutige Bayern-Kapitän, der Manuel Neuer vertrat, zeigte sich im Interview bei Prime Video besonders mit der ersten Hälfte der Münchner zufrieden. „Leider bekommen wir am Ende noch ein Gegentor. Ansonsten war es schon ein sehr starker Auftritt, vor allem in der ersten Halbzeit“, erklärte Kimmich nach dem Spiel.
Der Mittelfeldspieler räumte ein, dass die Bayern zunächst ein paar Minuten brauchten, um ins Spiel zu finden. Danach habe seine Mannschaft jedoch die Kontrolle übernommen. „Wir haben so fünf Minuten gebraucht, bis wir drin waren. Danach hatten wir dann eine große Chance nach der anderen“, so der 30-Jährige.
Kimmich adelt Bergamo-Fans: „Das ist schon bemerkenswert“

Neben der sportlichen Leistung zeigte sich Kimmich auch beeindruckt von der Atmosphäre im Stadion der Italiener. „Wir wussten auch, dass die Stimmung hier top sein wird“, betonte der Nationalspieler. Besonders bemerkenswert fand er die Unterstützung der Fans trotz der klaren Niederlage.
„Ich habe noch nie erlebt, dass wir irgendwo 6:1 gewinnen und die Fans so ihre Mannschaft noch anpeitschen nach dem Spiel. Das ist schon bemerkenswert“, erklärte Kimmich. Das spreche „für die Fans und für die Stimmung hier“.
In der Schlussphase sorgte Kimmich noch für Gesprächsstoff. In der 83. Minute sah der Bayern-Star eine Gelbe Karte, weil er einen Freistoß aus dem Mittelfeld aus Sicht von Schiedsrichter Espen Eskas zu lange verzögerte.
Da es bereits seine dritte Verwarnung im Wettbewerb war, wird Kimmich das Rückspiel gegen Atalanta verpassen. Gleichzeitig wäre er im möglichen Viertelfinale wieder ohne Gelbbelastung spielberechtigt.
Spekulationen über eine möglicherweise absichtliche Verwarnung wies Kimmich jedoch zurück. „Ich habe nach einer passenden Anspielstation gesucht. Man will da nicht ins Pressing reinspielen“, erklärte der Mittelfeldspieler. „Der Gegner hat dann so den Tom ein bisschen freigelassen. Ich hatte das Gefühl, die lassen ihn nur frei, um dann zu pressen.“
Kimmich versuchte schließlich, den Ball schnell zu spielen, kam jedoch zu spät. „Ich glaube, wenn der gegnerische Spieler nicht auf mich zustürmt, gibt er vielleicht auch nicht die Gelbe Karte. Ärgerlich“, sagte der Bayern-Kapitän.

