Ronald Araujo wurde in den vergangenen Jahren immer wieder mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht. Besonders während der Amtszeit von Thomas Tuchel galt der uruguayische Innenverteidiger als möglicher Wunschspieler für die Defensive der Münchner. Nun könnte sich auf dem Transfermarkt eine neue Situation ergeben.
Wie das spanische Portal El Nacional berichtet, wäre der FC Barcelona mittlerweile bereit, Araujo zu deutlich reduzierten Konditionen abzugeben. Demnach soll eine Ablöse im Bereich von rund 30 Millionen Euro ausreichen, um den 26-Jährigen im kommenden Sommer zu verpflichten.
Während seiner Zeit beim FC Bayern hatte Thomas Tuchel FCB-intern mehrfach betont, dass er sich einen neuen Abwehrchef wünsche. Araujo wurde damals als einer der Kandidaten gehandelt, die diese Rolle übernehmen könnten.
Nach übereinstimmenden Berichten kam es sogar zu Gesprächen zwischen der Spielerseite und den Bayern-Verantwortlichen. Ein Transfer scheiterte letztlich jedoch an den finanziellen Vorstellungen des FC Barcelona.
Die Katalanen verlangten damals eine Ablöse zwischen 80 und 100 Millionen Euro – eine Summe, die der deutsche Rekordmeister nicht bereit war zu zahlen.
Marktwert deutlich gesunken

Mittlerweile hat sich die Situation rund um den Innenverteidiger deutlich verändert. Der Marktwert des Uruguayers ist in den vergangenen Jahren spürbar gesunken. Während Araujo im Sommer 2024 noch auf rund 70 Millionen Euro geschätzt wurde, liegt sein aktueller Marktwert laut Transfermarkt nur noch bei etwa 25 Millionen Euro.
Mehrere Faktoren haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Zum einen hatte der Abwehrspieler immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Zum anderen schwankten seine Leistungen zuletzt stärker als in den Jahren zuvor.
Zusätzlich sorgte Araujo auch abseits des Platzes für Schlagzeilen. Ende des vergangenen Jahres zog sich der Innenverteidiger zeitweise komplett aus der Öffentlichkeit zurück und deaktivierte seine Social-Media-Kanäle.
Barça-Trainer Hansi Flick erklärte damals, der Spieler befinde sich aufgrund einer persönlichen Situation nicht in spielbereitem Zustand. Mit Zustimmung des Vereins nahm sich Araujo anschließend eine mehrwöchige Pause.
Spanische Medien berichteten übereinstimmend von einer mentalen Auszeit. Anfang des Jahres kehrte der Verteidiger schließlich wieder in den Spielbetrieb zurück.
Bayern aktuell gut besetzt
Trotz der gesunkenen Ablösesumme gilt ein Transfer zum FC Bayern derzeit als eher unwahrscheinlich. Die Münchner sind im Abwehrzentrum aktuell gut aufgestellt.
Mit Dayot Upamecano, Jonathan Tah und Minjae Kim verfügt der Rekordmeister über mehrere hochkarätige Optionen für die Innenverteidigung. Ein zusätzlicher Neuzugang wäre nur dann ein Thema, wenn sich auf dieser Position personell etwas verändern sollte.
Zudem richten die Bayern ihren Blick bei möglichen Verstärkungen zunehmend auf andere Spieler. In den vergangenen Monaten wurden unter anderem Malick Thiaw, Nico Schlotterbeck oder auch Luka Vuskovic mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht.
Ob der Name Ronald Araujo dennoch noch einmal auf der Transferliste der Münchner auftaucht, bleibt abzuwarten. Aktuell deutet jedoch wenig darauf hin, dass der FC Bayern im Sommer einen neuen Anlauf wagt.

