Beim FC Bayern hat es am Samstagvormittag ein ungewöhnliches Trainingsbild gegeben. Während sich die Mannschaft bereits auf das Bundesliga-Topspiel bei Bayer Leverkusen vorbereitete, standen zwei verletzte Bayern-Stars erstmals wieder auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße.
Normalerweise herrscht an Auswärtsspieltagen auf dem Trainingsgelände der Münchner Ruhe. Doch am Samstagvormittag war dennoch Betrieb auf dem Platz – allerdings unter besonderen Umständen.
Der Verein hatte rund um die Trainingsplätze Sichtschutzwände aufstellen lassen, zudem bewachten mehrere Ordner das Gelände. Offensichtlich wollte der Rekordmeister verhindern, dass Details der Einheit nach außen dringen.
Neuer und Urbig wieder auf dem Platz
Der Grund für die Abschottung wurde wenig später sichtbar: Manuel Neuer und Jonas Urbig absolvierten erstmals seit ihren Verletzungen wieder eine Einheit auf dem Rasen, wie die BILD berichtet.
Beide Torhüter hatten zwar Bälle dabei, verzichteten jedoch noch auf Torwarthandschuhe. Auch intensives Torwarttraining stand nicht auf dem Programm. Unter der Leitung von Reha-Trainer Benjamin Sommer absolvierte das Duo stattdessen eine lockere Einheit von rund 25 Minuten.
Besonders auffällig: Neuer trug spezielle Stützstrümpfe, um seine zuletzt verletzte Wade zu stabilisieren.
Erste Schritte Richtung Comeback

Die Einheit gilt als erster Schritt auf dem Weg zurück in den Trainingsbetrieb. Sowohl Neuer als auch Urbig arbeiten derzeit intensiv an ihrem Comeback.
Urbig hatte sich zuletzt beim 6:1-Erfolg in der Champions League gegen Atalanta Bergamo eine Gehirnerschütterung zugezogen. Laut Trainer Vincent Kompany besteht die Hoffnung, dass der 22-Jährige bereits in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.
Ob er allerdings noch vor der anstehenden Länderspielpause Ende März wieder in einem Spiel auflaufen kann, ist derzeit unklar.
Bei Manuel Neuer planen die Verantwortlichen noch vorsichtiger. Der Kapitän laboriert weiterhin an einem Muskelfaserriss in der Wade. Trainer Vincent Kompany stellte zuletzt klar, dass der 39-Jährige erst nach der Länderspielpause wieder eine Option für den Spielbetrieb sein soll.
Bis dahin bleibt Sven Ulreich die Nummer eins im Bayern-Tor. Der erfahrene Keeper steht auch beim Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen zwischen den Pfosten.

