Der FC Bayern hat sich im Bundesliga-Topspiel bei Bayer Leverkusen ein hart erkämpftes 1:1 gesichert. Nach der Partie sprach Innenverteidiger Jonathan Tah über die Bedeutung des Punktgewinns, die Mentalität der Mannschaft und mehrere strittige VAR-Entscheidungen.
Die Münchner mussten in der BayArena über weite Strecken kämpfen, konnten am Ende aber zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen. Für Tah ist dieses Ergebnis unter den gegebenen Umständen durchaus positiv zu bewerten.
„Man will immer gewinnen und man will immer drei Punkte holen“, erklärte der Innenverteidiger im Gespräch mit Sky. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Partie für den Rekordmeister alles andere als einfach gewesen sei. „Aber ich glaube, heute mussten wir wirklich mit schwierigen Situationen und schwierigen Entscheidungen auf dem Platz umgehen.“
Tah hebt Bayerns Mentalität hervor
Für Tah war vor allem entscheidend, wie die Mannschaft mit diesen Herausforderungen umgegangen ist. Trotz der schwierigen Spielphasen und der hohen Belastung durch das Champions-League-Spiel unter der Woche habe das Team die richtige Reaktion gezeigt. „Am Ende geht es darum, wie gehst du mit den Situationen um. Und ich glaube, das haben wir als Mannschaft heute überragend gemacht“, betonte der Verteidiger.
Aus seiner Sicht spielte vor allem die Mentalität der Mannschaft eine entscheidende Rolle. Jeder Spieler habe alles investiert, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. „Ich glaube, das ist eine Frage der Mentalität und des Anspruchs. Jeder Einzelne wollte heute alles geben und alles raushauen“, sagte Tah.
Diese Einstellung sei für die kommenden Wochen besonders wichtig. „Das zeigt, was wir für eine Mannschaft sind. Genau das müssen wir in die nächsten Spiele tragen.“
Diskussionen um mehrere VAR-Entscheidungen

Der Innenverteidiger ist zudem überzeugt, dass die Bayern mit voller Mannschaftsstärke noch dominanter hätten auftreten können. „Wenn wir das mit elf Mann auf dem Platz machen, dann sieht es am Ende auch anders aus“, erklärte Tah mit Blick auf die schwierigen Spielphasen.
Neben der kämpferischen Leistung sorgten vor allem mehrere strittige Szenen für Diskussionen. Gleich zwei mögliche Bayern-Tore wurden nach VAR-Überprüfung aberkannt.
Auch Tah selbst war in eine dieser Situationen involviert. Sein vermeintlicher Treffer wurde aufgrund eines Handspiels zurückgenommen. „Er trifft mich auf jeden Fall am Ellenbogen. Mir war nicht ganz klar, ob der Ellenbogen vor meinem Körper ist oder nicht“, schilderte Tah die Szene. Rückblickend zeigte er Verständnis für die Entscheidung des Schiedsrichters: „Am Ende sieht es so aus, als wenn es Hand war und darf nicht zählen.“
Anders bewertete der Bayern-Verteidiger hingegen eine Szene rund um Harry Kane. Auch ein möglicher Treffer des Engländers wurde wegen eines vermeintlichen Handspiels nicht anerkannt. „Für mich ist es kein Handspiel, um ehrlich zu sein“, erklärte Tah. Kane habe sich in der Situation sogar vom Ball weggedreht und versucht, den Arm möglichst eng am Körper zu halten.
„Ich finde nicht, dass der Arm extrem weit weg vom Körper ist. Deswegen ist es kein Handspiel für mich“, so der Innenverteidiger.
Trotz seiner Kritik stellte Tah klar, dass die Entscheidung letztlich akzeptiert werden müsse. Am Ende überwog bei den Münchnern ohnehin das Gefühl, unter schwierigen Umständen einen wichtigen Punkt erkämpft zu haben – ein Signal, das für den weiteren Saisonverlauf von großer Bedeutung sein könnte.

