Der FC Bayern spielt aktuell eine außergewöhnlich starke Saison und ist im Moment eines der besten Teams Europas. Mit den Auftritten seines Teams hat Vincent Kompany auch einen Trainerkollegen aus Italien ins Schwärmen gebracht.
Auch wenn der FC Bayern am Wochenende zur Abwechslung mal keinen Sieg eingefahren hat, steht man mit neun Punkten Abstand komfortabel an der Tabellenspitze der Bundesliga. Mit einer ähnlich komfortablen Führung geht man außerdem in das Champions-League-Achtelfinalrückspiel gegen Atalanta Bergamo. 6:1 gewannen die Münchner das Hinspiel am vergangenen Dienstag.
Dabei zeigten die Münchner eindrucksvoll, mit was für einer Ruhe und spielerischen Klasse sie in der Lage sind, das Mann-gegen-Mann-Pressing der Bergamasken zu überspielen und Lücken im Defensivverbund „La Deas“ zu finden. Obwohl Torjäger Harry Kane 90 Minuten auf der Bank saß, zeigten die Bayern in Bergamo ein echtes Offensivfeuerwerk.
Ein Schauspiel, das in Italien Spuren hinterlassen hat. Juventus-Coach Luciano Spalletti zeigte sich beeindruckt vom bayerischen Zauberfußball: „Im modernen Fußball muss jeder seine Position auf dem Spielfeld finden, wobei Ausgewogenheit und ein ständiger Rollenwechsel gefragt sind, aber auf dynamische und flüssige Weise. Schaut euch nur Bayern München neulich gegen Atalanta an – sie haben uns eine wahre Enzyklopädie an Bewegungen und Positionsspiel im Fußball gezeigt“, philosophierte der 67-Jährige.
Atalanta-Coach musste sich entschuldigen
Nach der 1:6-Klatsche gegen Bayern zeigte sich Atalanta-Trainer Raffaele Palladino schwer beeindruckt von dem Auftritt seiner Gegner aus München. Schon vor der Partie hatte er sie als „die stärkste Mannschaft der Welt“ betitelt. Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärte er, dass der FCB genau das soeben bewiesen habe.
Palladino ging sogar so weit, sich für das Spiel und das Ergebnis bei den Fans zu entschuldigen. „Es tut mir leid für diesen Abend, denn das war natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht haben“, resümierte er nach Abpfiff. Vor der Partie hatte er mit seiner Aufstellung überrascht und auf eine Viererkette umgestellt. Wie 90 Minuten später klar wurde, war dies offensichtlich der falsche Ansatz.

