Rohes Foulspiel: DFB verkündet Sperre für Bayern-Star Jackson

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Der FC Bayern muss in den kommenden Bundesligaspielen auf Nicolas Jackson verzichten. Der Angreifer wurde nach seiner Roten Karte im Topspiel bei Bayer Leverkusen vom DFB-Sportgericht für zwei Partien gesperrt.


Die Szene ereignete sich in der 42. Minute beim 1:1-Remis in der BayArena. Jackson war im Zweikampf mit Martin Terrier zu spät gekommen und traf den Leverkusener Angreifer heftig am Knöchel. Schiedsrichter Christian Dingert zeigte zunächst nur Gelb, korrigierte seine Entscheidung nach einem Hinweis des VAR jedoch und stellte den Bayern-Stürmer vom Platz.

Der DFB-Kontrollausschuss wertete die Aktion anschließend als „rohes Spiel“ und verhängte eine Sperre von zwei Bundesligaspielen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Jackson verpasst Union und Freiburg

Damit wird der 24-Jährige dem deutschen Rekordmeister sowohl im Heimspiel gegen Union Berlin am kommenden Samstag als auch nach der Länderspielpause beim SC Freiburg fehlen.

Der Senegalese war in den vergangenen Wochen immer wieder als Backup für Harry Kane zum Einsatz gekommen und hatte zuletzt wichtige Akzente im Bayern-Angriff gesetzt. Umso schwerer wiegt sein Ausfall in der entscheidenden Phase der Saison.

Einspruch gegen Díaz-Sperre abgelehnt

Kurz vor der Verkündung der Jackson-Sperre gab es zudem eine weitere Entscheidung, die den FC Bayern betrifft. Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch der Münchner gegen die Sperre von Luis Díaz abgelehnt.

Der Kolumbianer war in derselben Partie in der 84. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden. Schiedsrichter Dingert hatte die Entscheidung später selbst als zu hart bewertet. „Wenn ich jetzt die Bilder sehe, ist es kein Elfmeter. Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben“, erklärte der Referee im Nachhinein.

Trotz dieser Einschätzung blieb das Urteil bestehen. Laut dem Vorsitzenden Richter Stephan Oberholz handelt es sich um eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters, die nur unter sehr engen Voraussetzungen korrigiert werden kann.

„Entscheidend ist, dass sich der Vorgang als Tatsachenentscheidung darstellt, die nur dann korrigiert werden kann, wenn sie gravierend, offenkundig und ohne jeden Zweifel objektiv unrichtig ist“, erklärte Oberholz.

Diese Voraussetzungen seien im vorliegenden Fall nicht erfüllt.Damit steht fest: Der FC Bayern muss im Heimspiel gegen Union Berlin gleich auf zwei Offensivspieler verzichten – Jackson und Díaz.

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