Josip Stanisic hat sich beim FC Bayern vom soliden Kaderspieler zum unverzichtbaren Leistungsträger entwickelt. Nun haben die Münchner offenbar eine klare Entscheidung getroffen: Der Kroate ist intern nicht mehr zu haben.
Wie kicker berichtet, sind in den vergangenen Monaten immer wieder Anfragen für den polyvalenten Defensivspieler eingegangen. Doch sowohl für den Klub als auch für Stanisic selbst spielen diese längst keine Rolle mehr. An der Säbener Straße gilt der 25-Jährige inzwischen als fester Bestandteil der Zukunftsplanung und als „unverkäuflich“.
Dabei war die Situation noch vor nicht allzu langer Zeit eine andere. Im vergangenen Sommer soll Juventus Turin großes Interesse an Stanisic gezeigt haben. Medienberichten zufolge hatte der FC Bayern damals sogar ein Preisschild von rund 50 Millionen Euro aufgerufen.
Doch ein Transfer kam nicht zustande – und rückblickend dürfte man in München darüber alles andere als unglücklich sein. Denn unter Vincent Kompany hat Stanisic den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. „Stani hat ein bisschen Zeit gebraucht. Jetzt ist er da und hat sich in eine wichtige Rolle gespielt“, erklärte der Bayern-Coach zuletzt.
Neue Rolle im Kompany-System

Besonders auffällig ist dabei die Weiterentwicklung des Defensivspielers. Lange Zeit galt Stanisic als eher defensivorientierter Außenverteidiger. In der aktuellen Saison präsentiert er sich jedoch deutlich variabler – und vor allem offensiv aktiver.
Mit bereits drei Toren und sechs Vorlagen in 28 Pflichtspielen unterstreicht er seinen neuen Stellenwert eindrucksvoll. Auch Verletzungen zu Saisonbeginn konnten ihn nicht nachhaltig zurückwerfen.
Sportdirektor Christoph Freund lobte diese Entwicklung ausdrücklich: „Er wird fußballerisch immer besser, traut sich auch nach vorne immer mehr zu, ist sehr aktiv.“
Vorbild für den Bayern-Campus
Intern hat Stanisic längst eine besondere Rolle eingenommen. Gemeinsam mit Spielern wie Lennart Karl und Aleksandar Pavlovic gilt er als „Musterbeispiel“ für den erfolgreichen Weg vom eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft.
Sein Karriereverlauf unterstreicht diesen Status. Nach Jahren am Campus und einer entscheidenden Leihe zu Bayer Leverkusen, wo er 2024 das Double gewann, ist er heute fester Bestandteil der Bayern-Startelf.
Diese Entwicklung macht ihn nicht nur sportlich wertvoll, sondern auch strategisch wichtig für den Verein.
Die Entscheidung, Stanisic intern als unverkäuflich zu deklarieren, ist daher mehr als nur eine Momentaufnahme. Sie zeigt, welchen Stellenwert der Verteidiger mittlerweile besitzt.
Für die Verantwortlichen ist er längst kein Ergänzungsspieler mehr – sondern ein zentraler Baustein für die Zukunft des FC Bayern.

