Der FC Bayern hat mit seinem dominanten Auftritt gegen Atalanta Bergamo nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch beim Gegner bleibenden Eindruck hinterlassen. Nach der 1:4-Niederlage im Achtelfinal-Rückspiel fand Atalanta-Profi Marten de Roon bemerkenswert deutliche Worte – und adelte den Rekordmeister.
Im Gespräch mit Football Italia zeigte sich der Niederländer tief beeindruckt von der Qualität und Intensität der Münchner. „Wir können viel von dieser Mannschaft lernen. Zu Hause haben wir versucht, Druck auf sie auszuüben, aber das hat nicht funktioniert. Deshalb haben wir uns heute weiter zurückgezogen, und trotzdem haben sie vier Tore geschossen.“
Die Aussagen unterstreichen, wie klar die Kräfteverhältnisse aus Sicht der Italiener waren. Selbst taktische Anpassungen und ein defensiver Ansatz konnten die Offensivwucht der Bayern nicht stoppen.
„Ein wirklich außergewöhnlicher Gegner“

De Roon ging noch einen Schritt weiter und stellte den FC Bayern auf eine besondere Stufe. „Wir haben gegen einen wirklich außergewöhnlichen Gegner gespielt“, erklärte er und richtete den Blick auch auf strukturelle Unterschiede im europäischen Fußball.
Besonders die Dynamik und Beweglichkeit der Münchner hob er hervor: „Italienische Mannschaften können von solchen Teams viel lernen, was ihre Laufwege und ihr Tempo angeht. Wir sind zu statisch, zu taktisch.“ Auch die Spielleitung in internationalen Wettbewerben wurde von ihm thematisiert: „Selbst die Schiedsrichter in Europa lassen das Spiel viel besser fließen, ohne ständig zu unterbrechen.“
Ein Beispiel für die Flexibilität der Bayern lieferte er direkt mit: „Heute spielte Kane mal als Stürmer, mal als rechter Außenverteidiger und mal als linker Außenverteidiger. Man muss so viel laufen, um mithalten zu können.“
Bayern als Topfavorit auf den Titel
Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung, die de Roon am Ende traf. Für ihn zählt der FC Bayern nach diesem Auftritt zum engsten Favoritenkreis auf den Titel – wenn nicht sogar darüber hinaus. „Ich denke, Bayern München ist der Favorit auf den Champions-League-Sieg. Sie haben mich heute Abend so sehr beeindruckt, und das ohne Musiala, Olise und Kimmich.“
Dass die Münchner selbst ohne mehrere Schlüsselspieler eine derart dominante Leistung abrufen konnten, verstärkte den Eindruck zusätzlich. Für de Roon ist klar: Die Kombination aus Intensität, Qualität und mannschaftlicher Geschlossenheit macht die Bayern aktuell zu einem der gefährlichsten Teams Europas.
Abschließend fand der Atalanta-Profi noch einen bemerkenswerten Vergleich – und gleichzeitig ein Kompliment: „Wir müssen genauso bescheiden sein wie sie.“
Ein Satz, der zeigt, welchen Eindruck der FC Bayern hinterlassen hat – nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch beim Gegner.

