„Das tat weh“: Kimmich outet sich als Fan von diesem Bundesliga-Klub

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Joshua Kimmich hat seine Wurzeln beim VfB Stuttgart und auch Jahre nach seinem Abschied verfolgt der Bayern-Star die Entwicklung seines Jugendvereins ganz genau. Im SWR-Interview spricht der 31-Jährige mit spürbarer Verbundenheit über den VfB und hebt insbesondere die Nachwuchsarbeit in der Bundesliga hervor.


Dass Stuttgart für Kimmich mehr ist als nur eine Station in seiner Karriere, wird schnell deutlich. „Ich habe da gespielt, ich war als Kind immer VfB-Fan“, erklärt der Mittelfeldspieler. Entsprechend intensiv verfolgt er die Entwicklung der Schwaben auch heute noch. „Dementsprechend freut es mich sehr, dass sie da momentan einen guten Lauf haben.“

Trotz seines Wechsels zum FC Bayern hat Kimmich die Verbindung zum VfB nie verloren. Gerade emotionale Spiele oder bittere Niederlagen gehen auch an ihm nicht spurlos vorbei. „Da hängt man noch so ein bisschen dran“, gibt er offen zu.

Besonders das jüngste Ausscheiden der Stuttgarter beschreibt er als schmerzhaft – vor allem mit Blick auf den Spielverlauf. „Das tat weh, vor allem wenn man dann die Spiele sieht und die Vielzahl an Chancen“, so Kimmich. Wann immer es sein Zeitplan zulässt, verfolgt er daher nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Spiele seines Ex-Klubs.

Der gebürtige Rottweiler spielte von 2007 bis 2013 im Nachwuchsbereich des VfB Stuttgart. Den Durchbruch im Profibereich schaffte er jedoch bei RB Leipzig in der 2. Bundesliga. Im Sommer 2015 folgte dann der Wechsel zum FC Bayern, wo er nun seit knapp zehn zehn Jahren zu den Leistungsträgern gehört.

Lob für Nachwuchsarbeit in der Bundesliga

Neben der sportlichen Entwicklung richtet Kimmich den Blick vor allem auf die strukturelle Arbeit beim VfB – und die sieht er äußerst positiv. „Es ist schon beeindruckend in den letzten Jahren, was da für eine Arbeit geleistet wurde“, betont der DFB-Kapitän.

Besonders die Förderung junger Talente hebt er hervor. Stuttgart sei ein Beispiel dafür, wie Nachwuchsspieler gezielt aufgebaut und an den Profibereich herangeführt werden können. „Da hat man schon das Gefühl, dass der ein oder andere Jugendspieler da durchkommt und eine Chance bekommt und in der Bundesliga ankommt.“

Für Kimmich ist das kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit – und gleichzeitig ein Modell, an dem sich andere Vereine orientieren sollten. „Das ist, glaube ich, ein ganz gutes Vorbild für andere Bundesliga-Vereine“, stellt er klar.

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