Jamal Musiala muss beim FC Bayern den nächsten Rückschlag hinnehmen. Nach seinem Comeback wurde der Offensivstar erneut ausgebremst – und die Situation gestaltet sich komplizierter als gehofft.
Sportdirektor Christoph Freund machte nach der jüngsten Entwicklung deutlich, wie schwierig der aktuelle Verlauf ist. „Es ist aktuell nicht einfach für Jamal, weil er immer wieder kleine Rückschläge erlebt“, erklärte der 48-Jährige gegenüber der BILD.
Der Grund für die erneute Pause liegt im Sprunggelenk – genauer gesagt im Sehnenbereich, der bereits bei seiner schweren Verletzung stark betroffen war. Musiala kann aktuell nur eingeschränkt trainieren und absolviert überwiegend individuelle Einheiten im Kraftraum sowie auf dem Ergometer.
Für die medizinische Abteilung kommt diese Entwicklung jedoch nicht überraschend. Sehnen gelten als besonders sensibel und benötigen deutlich länger, um sich vollständig an Belastungen anzupassen.
Bayern setzt auf kontrollierten Aufbau
An der Säbener Straße verfolgt man deshalb einen klaren Plan: Musiala soll nicht zu früh zurückkehren. Stattdessen wird er individuell gesteuert, um weitere Rückschläge zu vermeiden. „Jamal ist auf einem wirklich guten Weg. Es war eine schwierige Verletzung“, betonte Freund und unterstrich damit, dass die Verantwortlichen weiterhin Vertrauen in den Heilungsverlauf haben.
Im Hintergrund findet ein intensiver Austausch statt. Trainerteam, medizinische Abteilung und Spieler selbst stehen in ständigem Kontakt, um den optimalen Zeitpunkt für die Rückkehr zu bestimmen.
Ungeduld trifft auf Vorsicht – Comeback-Zeitpunkt bleibt offen

Musiala selbst würde am liebsten schnell wieder auf dem Platz stehen – doch genau hier greifen die Bayern-Bosse bewusst ein. Der Offensivspieler wird intern gebremst, um kein unnötiges Risiko einzugehen.
Gerade mit Blick auf die entscheidende Saisonphase sowie die anstehende Weltmeisterschaft im Sommer hat die vollständige Genesung oberste Priorität.
Ob Musiala bereits nach der Länderspielpause wieder einsatzbereit ist, ist aktuell unklar, wie die BILD berichtet. Damit droht der Spielmacher auch das Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid am 7. April zu verpassen.
Für den FC Bayern ist die Situation eine Gratwanderung. Einerseits fehlt Musiala als kreativer Schlüsselspieler – andererseits will man auf keinen Fall ein Risiko eingehen, das langfristige Folgen haben könnte.

