Die deutsche Nationalmannschaft steht vor richtungsweisenden Wochen im Hinblick auf die WM 2026. Joshua Kimmich hat nun klare Worte gefunden – und fordert vor allem eines: die richtige Einstellung im DFB-Team.
Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft macht kein Hehl daraus, wie wichtig die kommenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana für die Entwicklung des Teams sind. Nach durchwachsenen Auftritten in den vergangenen Monaten sieht der 31-Jährige vor allem in der fehlenden Konstanz ein zentrales Problem.
Kimmich betont, dass die bevorstehenden Partien eine entscheidende Rolle für die Weiterentwicklung der Mannschaft spielen. „Für uns in der Situation, in der wir uns befinden, sind die beiden Spiele sehr wichtig“, erklärt der Bayern-Profi im Gespräch mit dem SWR. Gerade weil es zuletzt an Stabilität mangelte, sei jede gemeinsame Minute auf dem Platz von großer Bedeutung.
Der Mittelfeldspieler sieht darin auch eine Chance für das Team, enger zusammenzuwachsen. „Dementsprechend tut uns jedes Spiel gut, weil ich glaube, dass die Truppe schon noch mal näher und enger zusammenwächst“, so Kimmich. Besonders wichtig sei es dabei, möglichst in Bestbesetzung antreten zu können – Absagen einzelner Spieler bewertet er entsprechend kritisch.
Klare Kritik: „Das darf nicht der Fall sein“

Mit Blick auf die Einstellung mancher Spieler wird Kimmich deutlich. Er warnt davor, Länderspiele als weniger relevant einzustufen, insbesondere in Phasen, in denen der Vereinsfußball Priorität hat. „Es darf nicht so sein, dass irgendjemand keine Lust hat, ein Länderspiel zu machen“, stellt der DFB-Kapitän unmissverständlich klar.
Für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit, für Deutschland aufzulaufen – unabhängig vom Wettbewerb. „Es ist etwas ganz Besonderes, für Deutschland ein Länderspiel machen zu dürfen, egal ob das ein Freundschaftsspiel ist oder ein Quali-Spiel“, betont Kimmich.
Diese Haltung sieht er als Grundvoraussetzung, um die Nationalmannschaft wieder in die Erfolgsspur zu führen. Gerade im Hinblick auf die WM 2026 brauche es ein klares Bekenntnis aller Spieler.
Auch zur Kaderplanung äußerte sich Kimmich und stellte klar, dass seine Rolle trotz Kapitänsbinde klar definiert ist. Zwar gebe es einen regelmäßigen Austausch mit Bundestrainer und Verantwortlichen, doch die finalen Entscheidungen liegen nicht bei ihm.
„Man tauscht sich natürlich schon aus, aber die Nominierung und das Personal ist dann schon die Aufgabe des Trainers“, erklärt der 31-Jährige. Gleichzeitig betont er sein Vertrauen in die sportliche Leitung: „Da vertrauen wir Spieler dann auch darauf, dass er die besten Entscheidungen für das Team trifft.“

