Der FC Bayern treibt seine Kaderplanung für den Sommer weiter voran – insbesondere auf der Rechtsverteidiger-Position halten die Münchner aktiv Ausschau nach Verstärkung.
Während die Innenverteidigung beim Rekordmeister aktuell als stabil besetzt gilt, sieht die Situation auf der rechten Abwehrseite anders aus. Hier prüfen die Verantwortlichen verschiedene Optionen – und blicken dabei vor allem auf den internationalen Markt, vornehmlich in die Premier League.
Im BILD-Podcast Bayern Insider wurde deutlich, dass die Suche nach einem passenden Kandidaten bereits läuft. Christian Falk bestätigte, dass es konkrete Überlegungen gibt.
Fokus auf unzufriedene Premier-League-Profis
Ein zentrales Element der Bayern-Strategie ist dabei klar erkennbar: Statt etablierter Stammspieler nehmen die Münchner gezielt Profis ins Visier, die bei ihren aktuellen Klubs nicht vollständig zufrieden sind.
Ein Name, der zuletzt immer wieder beim FC Bayern gehandelt wurde, ist Josh Acheampong vom FC Chelsea. Laut Falk gibt es bisher keine konkreten Gespräche zwischen Klub und Spieler, ein Dementi habe er aus dem Klub allerdings nicht wahrgenommen, was meist als Zeichen gedeutet werden kann, dass sich der Spieler zumindest in der engeren Auswahl befindet.

BILD-Reporter Julian Agardi erklärt im Podcast die Hintergründe dieser Herangehensweise: „Der Blick geht da natürlich auch zu Spielern, die in der Premier League nicht ganz zufrieden sind.“
Der Grund liegt auf der Hand: Spieler, die in England gesetzt und glücklich sind, lassen sich nur schwer – und meist nur mit enormen finanziellen Mitteln – verpflichten. „Premier-League-Spieler, die wirklich Stammspieler sind und voll zufrieden sind, sind wahrscheinlich schwer zu überzeugen“, so Agardi weiter.
Bayern prüft mehrere Optionen
Konkrete Namen werden aktuell zwar gehandelt, doch eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Vielmehr sondieren die Bayern den Markt und prüfen unterschiedliche Profile für die vakante Position. Neben Acheampong gilt vor allem Givairo Read von Feyenoord Rotterdam als konkretes Transferziel für den Sommer.
Die Anforderungen an einen neuen Rechtsverteidiger sind dabei klar definiert: Gesucht wird kein reiner Backup, sondern ein Spieler, der sich perspektivisch in den Konkurrenzkampf einbringen kann. Gleichzeitig soll er jedoch wirtschaftlich darstellbar bleiben – ein Balanceakt, den die Bayern in den vergangenen Transferperioden immer wieder meistern mussten.
Die aktuelle Strategie zeigt: Der FC Bayern denkt seine Transfers zunehmend opportunistisch. Statt ausschließlich auf große Namen zu setzen, rücken gezielt Spieler in den Fokus, die sich in einer Übergangssituation befinden – und damit realistisch verfügbar sind.

