Nico Schlotterbeck steht offenbar vor einer richtungsweisenden Entscheidung bei Borussia Dortmund. Auch der FC Bayern wurde lange mit dem Innenverteidiger in Verbindung gebracht. Doch die Dynamik im Poker hat sich zuletzt spürbar verändert.
Der Vertragspoker um Nico Schlotterbeck befindet sich auf der Zielgeraden. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge steht Borussia Dortmund kurz vor einer Einigung mit dem Nationalspieler über eine Verlängerung seines bis 2027 laufenden Arbeitspapiers.
Wie Sky berichtet, haben sich Klub und Spielerseite bereits in wesentlichen Punkten verständigt. Geplant ist ein neuer Vertrag bis 2031 inklusive deutlicher Gehaltserhöhung. Zudem soll ab 2027 eine Ausstiegsklausel greifen. Laut Bild könnte Schlotterbeck künftig bis zu 14 Millionen Euro jährlich verdienen.
Während sich die Gespräche zuspitzen, hat sich das Feld der Interessenten offenbar deutlich verkleinert. Nach Informationen von Sky sind mit dem FC Liverpool und Real Madrid zwei Topklubs inzwischen aus dem Rennen ausgestiegen.
Bayern zuletzt kein konkreter Faktor mehr im Poker

Auch beim FC Bayern hat sich die Lage merklich verändert. Über Monate galt Schlotterbeck als potenzieller Kandidat für die Defensive der Münchner – insbesondere für den Fall, dass Dayot Upamecano seinen Vertrag nicht verlängert. Nach der Verlängerung des Franzosen verloren die Spekulationen jedoch an Fahrt.
Ein Blick auf die aktuelle Kadersituation unterstreicht diese Entwicklung. Mit Jonathan Tah und Upamecano verfügt der Rekordmeister über zwei gesetzte Innenverteidiger, dahinter stehen mit Minjae Kim und Hiroki Ito weitere Optionen bereit. Selbst im Fall eines möglichen Abgangs von Kim, über den es immer wieder Gerüchte gibt, wäre die Perspektive für Schlotterbeck in München nicht eindeutig. Ein Stammplatz wäre keineswegs garantiert.
Dennoch könnte die im Raum stehende Ausstiegsklausel für den FC Bayern langfristig interessant bleiben. Gerade mit Blick auf die Altersstruktur – Jonathan Tah ist bereits 30 Jahre alt – sowie die vertragliche Situation von Dayot Upamecano, der ebenfalls über eine Ausstiegsklausel verfügt, könnte sich in den kommenden Jahren eine neue Lage ergeben.
Mitten in den laufenden Vertragsgesprächen äußerte sich auch Dortmunds neuer Sportdirektor Ole Book zur Personalie: „Ich bin da natürlich im Thema. Ich habe Nico schon geschrieben, wir werden zeitnah sprechen. Noch detaillierter will ich das jetzt aber nach dreieinhalb Stunden im Amt nicht kommentieren.“

