Thomas Müller packt aus: Das störte ihn an seinem Bayern-Abschied

Vjekoslav Keskic
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Thomas Müller hat erstmals detaillierter über seinen Abschied vom FC Bayern gesprochen – und dabei vor allem einen Punkt kritisch hervorgehoben.


Der Weltmeister von 2014 blickt grundsätzlich positiv auf sein Ende beim deutschen Rekordmeister zurück, macht jedoch deutlich, dass nicht alles reibungslos ablief. Im Format „Bestbesetzung“ bei MagentaTV erklärte der 36-Jährige: „Es gab in der Entstehung natürlich Diskrepanzen, vor allem kommunikativ, was den Weg zu der Entscheidung betrifft und wie ich da mitgenommen wurde.“

Meinungsumschwung sorgt für Irritation

Besonders der plötzliche Kurswechsel innerhalb des Vereins sorgte bei Müller für Unverständnis. Noch im Januar 2025 hatte Sportvorstand Max Eberl signalisiert, dass eine Verlängerung Formsache sei, sofern Müller weitermachen wolle.

Doch genau dazu kam es nicht. Stattdessen entschieden sich die Verantwortlichen wenige Wochen später gegen eine weitere Zusammenarbeit. Für Müller kam dieser Umschwung überraschend: „Es gab da einen Meinungsumschwung … Der ist aber ein wenig an mir vorbeigegangen.“

Diese fehlende Einbindung in den Entscheidungsprozess war es letztlich, die beim Routinier für Unmut sorgte. „Aus Vereinsperspektive wurde ich da nicht mitgenommen“, stellte er klar.

Abschied dennoch respektvoll

Thomas Müller
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Trotz dieser Kritik betont Müller, dass der Abschied an sich in einem sehr guten Rahmen verlief. „Ich habe den Respekt und die Wertschätzung von allen Beteiligten gespürt“, erklärte er.

Sein Fazit fällt daher insgesamt positiv aus – mit einer klaren Einschränkung: „Da war von A bis Z alles wunderbar – bis auf diesen einen Prozess.“

Diese Aussage zeigt, dass es weniger um die Entscheidung selbst ging, sondern vielmehr um den Weg dorthin.

Ob Müller in Zukunft noch einmal in anderer Funktion zum FC Bayern zurückkehrt, ließ der Offensivspieler bewusst offen. „Ich bin ein Nichts-Ausschließer. Ich lasse das einfach auf mich zukommen“, sagte er.

Damit bleibt die Tür für ein mögliches Comeback abseits des Rasens zumindest weit geöffnet.

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