Die Frauen des FC Bayern München spielten am Ostermontag im Pokalhalbfinale gegen die Frauen aus Essen. Die Rollen waren klar verteilt, der Einzug in das Endspiel das klare Ziel.
Die Unterschiede zwischen beiden Teams waren groß, was die Vorzeichen anging. Die Bayern-Frauen führen die Tabelle in der Bundesliga mit 20 Siegen aus 21 Spielen an, Essen kämpft derweil gegen den Abstieg und hat alleine in der Liga 64 Tore weniger erzielt als Bayern.
Das Ziel der Heimelf war es, von Beginn an dominant aufzutreten und Essen gar nicht erst an einer Überraschung schnuppern zu lassen. Eine Warnung war das Spiel zwischen Jena und Wolfsburg am Sonntag, in dem die Favoritinnen aus Wolfsburg lange zittern mussten und am Ende erst im Elfmeterschießen weiterkommen konnten.
Bayern von Beginn an souverän
Doch die Bayern-Frauen waren vom Start weg konzentriert. Essen stemmte sich zwar gegen die Angriffe und hatte vor allem zu Beginn auch einige Lösungen im eigenen Spiel parat, aber der Druck wurde immer größer. Die Nadelstiche aus der Anfangsphase konnte Essen auch nicht allzu lange aufrecht erhalten. Nach 21 Minuten traf Bayern erstmals, allerdings lag eine Abseitsstellung vor.
Nach 28 Minuten brachte Momoko Tanikawa Bayern in Führung. Ein schöner Angriff sorgte für das 1:0, Giulia Gwinn leitete vorher per Hacke schön weiter und der Abschluss in die rechte Ecke war auch sehenswert. Das brachte dem Heimteam nun mehr Sicherheit. Die Angriffe wurden klarer und Pernille Harder konnte nach 39 Minuten auf 2:0 stellen. Diesmal war Tanikawa die Vorbereitung, flankte perfekt und mit ein bisschen Glück ging der Harder-Kopfball rein.

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff traf Edna Imade mit einem regelrechten Slapstick-Tor sogar zum 3:0.
Es droht keine Gefahr mehr
Damit war die Vorentscheidung schon gefallen. Und genau das erkannte man dann in der zweiten Halbzeit auch auf dem Feld. Bayern München ließ den Ball gut laufen, hatte Spaß daran, sich durch die Reihen des Gegners zu kombinieren, spielte aber nicht mehr so zielstrebig. Torchancen waren Mangelware. Bis zur 73. Minute, als Imade nach einer Flanke von links das 4:0 erzielte.
Sehr viel mehr ließ sich zur zweiten Halbzeit auch nicht sagen. Bayern war dominant, aber spielte nicht um jeden Preis nach vorne und Essen war bemüht, das Spiel nicht zu hoch ausgehen zu lassen. Es blieb am Ende auch beim 4:0, der Endspieleinzug war quasi nie gefährdet.

