Verhältnis zwischen Neuer und Nagelsmann: „Tischtuch ist zerschnitten“

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

Ein Comeback von Manuel Neuer in der Nationalmannschaft ist vom Tisch. Nun werden auch die Hintergründe deutlicher – und die haben offenbar mit Julian Nagelsmann zu tun.


Die Diskussion um eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer in die deutsche Nationalmannschaft ist endgültig beendet. Nachdem sich Marc-André ter Stegen verletzt hatte, kamen zwar kurzzeitig Spekulationen auf – doch daraus wird nichts.

Für Lothar Matthäus hat das einen klaren Grund. Der Rekordnationalspieler sieht das Verhältnis zwischen Neuer und Bundestrainer Julian Nagelsmann als entscheidenden Faktor.

„Dieses Tischtuch ist so zerschnitten, das kann der beste Schneider nicht mehr zusammennähen“, erklärte Matthäus bei Sky.

Die Aussagen deuten darauf hin, dass die Beziehung zwischen Neuer und Nagelsmann bereits zu gemeinsamen Zeiten beim FC Bayern belastet war. Hintergrund soll unter anderem die Trennung von Torwarttrainer Toni Tapalovic gewesen sein.

Diese Entscheidung hatte damals für große Unruhe gesorgt. Neuer galt als enger Vertrauter von Tapalovic und soll die Trennung kritisch gesehen haben. Auch danach wurde immer wieder von einem schwierigen Verhältnis zwischen Spieler und Trainer berichtet.

DFB setzt auf neue Lösungen

Unabhängig davon hat sich der DFB längst neu ausgerichtet. Mit Oliver Baumann wird die Nationalmannschaft ins kommende Turnier gehen, während langfristig eine neue Nummer eins gesucht wird.

Neben Marc-André ter Stegen zählen auch junge Torhüter wie Jonas Urbig, Alexander Nübel oder Noah Atubolu zu den Kandidaten für die Zukunft.

Julian Nagelsmann
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Neuer selbst hatte zuletzt mehrfach betont, dass ein Comeback für ihn kein Thema ist. Auch seine Zukunft beim FC Bayern ist weiterhin offen. Der 40-Jährige hat noch keine Entscheidung über eine mögliche Vertragsverlängerung getroffen – ein Karriereende im Sommer ist ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Das Kapitel Nationalmannschaft scheint für Neuer auf jeden Fall endgültig geschlossen – und die Gründe dafür gehen offenbar über rein sportliche Aspekte hinaus.

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