„Wir leben noch!“ – Real-Stars senden Kampfansage an Bayern

Vjekoslav Keskic
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Trotz Hinspiel-Pleite gegen den FC Bayern geben sich die Real-Stars kämpferisch. Real Madrid glaubt fest an das Comeback in München.


Real Madrid hat das Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Bayern mit 1:2 verloren, doch von Resignation ist bei den Königlichen keine Spur zu erkennen. Stattdessen senden die Stars der Madrilenen eine klare Botschaft in Richtung München: Dieses Duell ist noch lange nicht entschieden.

Die Ausgangslage ist dabei durchaus brisant. National hat Real Madrid kaum noch Chancen auf einen Titel. In der Copa del Rey folgte das überraschende Aus gegen Zweitligist Albacete, in La Liga liegt man nach der jüngsten Pleite auf Mallorca bereits sieben Punkte hinter dem FC Barcelona zurück. Die Champions League bleibt damit die letzte realistische Möglichkeit, in dieser Saison noch einen Titel zu holen.

Umso größer ist die Bedeutung des Rückspiels in der Allianz Arena. Trotz der Heimniederlage im Bernabéu zeigt sich das Team von Trainer Alvaro Arbeloa überzeugt, das Duell noch drehen zu können. Wie mehrere spanische Medien berichten, herrscht intern weiterhin großer Glaube an ein Comeback.

Real-Stars zeigen sich kämpferisch und selbstbewusst

Real vs. Bayern
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Die Aussagen nach dem Spiel sprechen eine deutliche Sprache. Vinicius Junior brachte die Stimmung auf den Punkt: „Wir leben! Wir müssen daran glauben!“ Auch Kapitän Fede Valverde zeigte sich kämpferisch: „Wir sind überzeugt, dass wir das Ruder herumreißen werden.“

Selbst Spieler, die im Hinspiel große Probleme hatten, geben sich optimistisch. Linksverteidiger Àlvaro Carreras, der insbesondere gegen Michael Olise immer wieder ins Wanken geriet, erklärte: „Die zweite Hälfte steht noch aus, und wir werden das Ruder herumreißen.“

Auch Antonio Rüdiger unterstrich den ungebrochenen Glauben innerhalb der Mannschaft: „Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Wir leben noch. Wir glauben an uns bis zum Schluss!“ Gleichzeitig verwies der DFB-Nationalspieler auf die Chancen im Hinspiel: „Alles ist nach dem Tor von Mbappé offen. Ich finde, wir hatten Chancen für mehr Tore, aber am Ende ist es so.“

Fokus auf München – Real glaubt an seine Comeback-Qualitäten

Die Marschroute für das Rückspiel ist klar definiert. Trent Alexander-Arnold machte deutlich, worauf es ankommen wird: „Es ist erst Halbzeit. Wir müssen dort zumindest ein Tor erzielen, wenn nicht sogar mehr. Das Ziel ist, diesen Wettbewerb zu gewinnen. Wir werden alles geben, um in die nächste Runde zu kommen. Die Aufgabe ist groß.“

Trainer Alvaro Arbeloa sieht ebenfalls eine Chance – trotz der schwierigen Ausgangslage: „Es wird in München natürlich alles andere als einfach, aber wenn es ein Team schaffen kann, dann ist es Real Madrid.“

Auch Keeper Andrij Lunin, der den verletzten Thibaut Courtois vertrat, blickt kämpferisch voraus: „Wir sind noch im Spiel. Es wird schwieriger, aber wir glauben an uns. Es ist das Viertelfinale der Champions League. Es war klar, dass es nicht einfach werden würde. Wir werden dort alles geben. In München müssen wir natürlich treffen – und wir dürfen kein Tor kassieren.“

Ein Rückschlag für das Rückspiel ist jedoch der Ausfall von Aurélien Tchouaméni. Der Mittelfeldspieler sah im Hinspiel seine dritte Gelbe Karte und wird in München gesperrt fehlen. Dennoch gibt sich der Franzose optimistisch: „Wir werden im Rückspiel alles geben. Mit der Qualität, die wir haben, können wir Großes vollbringen.“

Die Botschaft aus Madrid ist eindeutig: Real glaubt weiterhin an sich – und an die eigene Geschichte in der Champions League. Für den FC Bayern bedeutet das, dass im Rückspiel höchste Wachsamkeit gefragt ist. Denn wer Real Madrid kennt, weiß: Die Königlichen sind gerade dann am gefährlichsten, wenn sie bereits angeschlagen wirken.

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