Beim FC Bayern schreitet der Umbruch im Nachwuchsbereich weiter voran. Nach der Verpflichtung eines neuen Campus-Leiters haben die Münchner offenbar zwei weitreichende Personalentscheidungen getroffen. Im Zentrum stehen dabei Markus Weinzierl und Peter Gaydarov, deren Zukunft beim Rekordmeister über den Sommer hinaus wohl nicht gesichert ist.
Wie die Sport BILD berichtet, wird die Zusammenarbeit mit Weinzierl nach Ablauf seines Vertrags im Sommer beendet. Der ehemalige Bundesliga-Trainer war erst im Sommer 2024 an die Säbener Straße gewechselt und hatte die Rolle des Sportlichen Leiters am Campus von Halil Altintop übernommen. Trotz der positiven Entwicklung zahlreicher Nachwuchsspieler soll es nun zur Trennung kommen.
Neuer Campus-Chef stellt Weichen neu
Die Entscheidung steht offenbar in direktem Zusammenhang mit der Neuausrichtung im Nachwuchsbereich. Mit Michael Wiesinger übernimmt zum 1. Mai ein neuer Campus-Chef die Verantwortung – und dieser soll laut dem Bericht maßgeblich an der Personalentscheidung beteiligt gewesen sein. Demnach habe sich Wiesinger gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Weinzierl ausgesprochen.
Bereits im Januar hatte es erste Hinweise gegeben, dass Weinzierls Position intern zur Diskussion steht. Die jetzt geplante Trennung deutet darauf hin, dass die Bayern-Führung den Campus strukturell neu ausrichten möchte. Dabei scheint man bereit zu sein, auch personell konsequente Schritte zu gehen.
Parallel dazu wird sich der Verein laut Sport BILD auch von U19-Trainer Peter Gaydarov trennen. Damit setzt der FCB ein weiteres Zeichen, dass man im Nachwuchsbereich neue Impulse setzen will.
Nachwuchs boomt – Seitz bleibt dem Klub erhalten

Die Entwicklungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Bayern-Campus sportlich durchaus positive Schlagzeilen schreibt. Unter Vincent Kompany haben in dieser Saison zahlreiche Talente den Sprung zu den Profis geschafft. Spieler wie Lennart Karl, der sich mittlerweile sogar in den Fokus der Nationalmannschaft gespielt hat, stehen sinnbildlich für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Auch David Santos, Maycon Cardozo, Cassiano Kiala, Erblin Osmani, Deniz Ofli, Wisdom Mike und Filip Pavic feierten ihre ersten Einsätze im Profibereich.
Umso bemerkenswerter ist die Entscheidung gegen Weinzierl, die zeigt, dass die Verantwortlichen den eingeschlagenen Weg nicht nur fortsetzen, sondern strukturell weiterentwickeln wollen.
Eine wichtige Konstante bleibt hingegen Holger Seitz. Der langjährige Bayern-Mitarbeiter, aktuell Trainer der zweiten Mannschaft, soll dem Klub in anderer Funktion erhalten bleiben. Seine Expertise im Nachwuchsbereich genießt intern weiterhin großes Vertrauen. Seit über einem Jahrzehnt ist Seitz in verschiedenen Rollen am Campus tätig und gilt als wichtiger Baustein in der Talententwicklung.
Die jüngsten Entscheidungen unterstreichen, dass der FC Bayern den Campus künftig noch stärker in den Mittelpunkt rücken will – allerdings mit einer angepassten personellen Struktur. Der Umbruch im Nachwuchsbereich ist damit in vollem Gange.

