Weltklasse, aber kein DFB-Comeback: Warum Neuer nicht zur WM zurückkehrt

Vjekoslav Keskic
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Manuel Neuer liefert derzeit Leistungen auf absolutem Weltklasse-Niveau – und dennoch bleibt eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft ausgeschlossen. Dafür gibt es einen konkreten Grund: Julian Nagelsmann


Beim 2:1-Auswärtssieg des FC Bayern gegen Real Madrid zeigte der 40-Jährige einmal mehr, warum er noch immer zu den besten Torhütern der Welt gehört. Mit mehreren starken Paraden hielt er die Münchner im Spiel und avancierte zum entscheidenden Faktor.

Doch während seine Form viele Beobachter ins Schwärmen bringt, sorgt ein Thema weiterhin für Diskussionen: die mögliche Rückkehr ins DFB-Team mit Blick auf die WM 2026. Direkt nach dem Spiel stellte Neuer jedoch klar, dass es für ihn daran nichts zu rütteln gibt. Auf entsprechende Nachfragen reagierte der Bayern-Kapitän deutlich und ließ erkennen, dass für ihn bereits alles gesagt ist.

Belastetes Verhältnis zu Nagelsmann als entscheidender Faktor

Wie Sports Illustrated berichtet, liegt der Hauptgrund für das ausbleibende Comeback nicht in der sportlichen Leistungsfähigkeit, sondern vielmehr auf der persönlichen Ebene. Demnach gilt das Verhältnis zwischen Bundestrainer Julian Nagelsmann und Neuer seit geraumer Zeit als zerrüttet.

Der Ursprung dieser Spannungen reicht zurück ins Jahr 2023, als Nagelsmann während seiner Zeit beim FC Bayern Torwarttrainer Toni Tapalovic freistellte. Die Entscheidung sorgte intern für große Unruhe – insbesondere bei Neuer, der seit Jahren eng mit Tapalovic verbunden ist. Der Weltmeister von 2014 bezeichnete den Schritt damals als „tiefen Schlag“.

Seitdem hat sich die Beziehung zwischen Nagelsmann und Neuer offenbar nicht mehr nachhaltig erholt. Auch nach Nagelsmanns Rückkehr auf die große Bühne als Bundestrainer blieb eine Annäherung aus. Vor diesem Hintergrund überrascht es kaum, dass Neuer im August 2024 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündete – und diesen bislang konsequent aufrechterhält.

Matthäus hofft – doch die Tür bleibt wohl zu

Manuel Neuer
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Trotz der klaren Ausgangslage gibt es weiterhin Stimmen, die auf ein Umdenken hoffen. So meldete sich zuletzt Lothar Matthäus zu Wort und brachte Neuer nach dessen Gala-Auftritt erneut ins Spiel. „Dieser Neuer ist Weltklasse, gehört in die Nationalmannschaft. Ich hoffe, dass Nagelsmann das Spiel gesehen hat“, erklärte der Rekordnationalspieler bei Sky.

Gleichzeitig zeigte sich Matthäus jedoch realistisch und relativierte seine eigene Forderung: „Ich würde tatsächlich gerne einen Manuel Neuer in dieser Form bei der WM sehen. Aber ich weiß auch, dass das nicht passieren wird. Julian Nagelsmann wird diese Tür nicht aufmachen. Und auch darum bleiben Manuels Rücktritts-Worte in Stein gemeißelt.“

Die Situation scheint damit klar: Selbst wenn sportlich vieles für eine Rückkehr sprechen würde, stehen die Zeichen aktuell auf endgültigen Abschied. Für den FC Bayern ist das jedoch kein Nachteil. Im Gegenteil: Die Münchner profitieren davon, dass sich Neuer voll und ganz auf den Verein konzentriert – und dort weiterhin als absoluter Leistungsträger vorangeht.

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