Erfolgreich aber nicht perfekt – Kompany fordert noch mehr

Vjekoslav Keskic
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Der FC Bayern hat mit dem 2:1-Auswärtssieg bei Real Madrid ein klares Zeichen in Europa gesetzt und sich eine hervorragende Ausgangslage im Champions-League-Viertelfinale erarbeitet. Die Münchner präsentieren sich aktuell in bestechender Form und sind auf Kurs in Richtung Triple. Doch trotz der starken Leistungen sieht Cheftrainer Vincent Kompany noch Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft.


Der Belgier bleibt auch nach dem Erfolg im Estadio Santiago Bernabéu seiner Linie treu und richtet den Fokus konsequent auf die Weiterentwicklung. Im Pressetalk vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FC St. Pauli machte Kompany deutlich, dass der Anspruch beim FC Bayern unverändert hoch ist.

Kompany setzt klare Maßstäbe

„Unser Ziel ist, immer die allerbeste Leistung zu bringen“, erklärte der 40-Jährige und unterstrich damit die Ambitionen des Rekordmeisters. Dabei ist ihm bewusst, dass dieses Niveau nicht immer einfach zu erreichen ist: „Das Allerbeste ist schwierig, weil wir in dieser Saison 16 Spiele in Folge gewonnen haben.“

Diese Serie dient intern als Maßstab – eine Benchmark, an der sich die Mannschaft orientiert. Kompany möchte genau dieses Leistungsniveau in der entscheidenden Phase der Saison erneut abrufen: „Das ist die Benchmark, das wollen wir in der letzten Spielphase wieder abrufen.“

Erfolg als Antrieb – nicht als Endpunkt

Vincent Kompany
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Trotz der beeindruckenden Ergebnisse sieht der Bayern-Coach keinen Grund, sich auszuruhen. Vielmehr versteht er den aktuellen Erfolg als Grundlage für weitere Entwicklung. „Das ist immer ein gemeinsames Ziel. Aber wenn wir zurückblicken, wissen wir, dass wir gerade sehr viel richtig machen“, so Kompany.

Gleichzeitig bleibt er kritisch und fordert weitere Schritte nach vorne: „Aber Verbesserung ist immer möglich.“

Diese Haltung spiegelt die Mentalität wider, die Kompany dem Team seit seinem Amtsantritt vermittelt hat. Der FC Bayern will nicht nur gewinnen, sondern sich kontinuierlich steigern – unabhängig von Ergebnissen oder Gegnern.

Gerade in der heißen Phase der Saison könnte genau dieser Ansatz entscheidend sein. Denn während viele Teams nach großen Erfolgen nachlassen, bleibt der Rekordmeister hungrig – und genau das macht ihn aktuell zu einem der gefährlichsten Teams in Europa.

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