105 Tore und kein Ende: Bayern greift nach Europas Bestmarke

Vjekoslav Keskic
Foto: Getty Images

Der FC Bayern hat mit dem 5:0 gegen den FC St. Pauli nicht nur Bundesliga-Geschichte geschrieben, sondern sich zugleich in eine viel größere, europäische Dimension katapultiert. Mit nun 105 Saisontoren haben die Münchner ihre eigene Bestmarke aus der Saison 1971/72 übertroffen – und das bereits mehrere Spieltage vor Schluss.


Doch damit nicht genug: Der Blick richtet sich längst auf den nächsten Meilenstein. Die Mannschaft von Vincent Kompany könnte sich am Ende der Saison sogar in die Geschichtsbücher der gesamten europäischen Topligen eintragen.

Europa-Rekord in Reichweite

Aktuell hält der FC Turin den Allzeit-Rekord mit 125 Toren aus der Saison 1947/48. Eine Marke, die lange als nahezu unerreichbar galt. Doch mit der aktuellen Offensivpower der Bayern erscheint selbst dieser Rekord nicht mehr völlig außer Reichweite.

Der Rekordmeister kommt derzeit auf einen Schnitt von 3,6 Toren pro Spiel. Hochgerechnet würde das am Saisonende rund 123 Treffer ergeben – und damit immerhin Rang zwei in der ewigen Bestenliste vor Real Madrid, das 2011/12 auf 121 Tore kam.

Dabei darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass Turin damals 40 Spiele absolvierte – sechs mehr als die Bayern in der Bundesliga. Die Voraussetzungen sind also nicht direkt vergleichbar, was die Leistung der Münchner zusätzlich unterstreicht.

Kompanys Offensive kennt kein Limit

Michael Olise
Foto: IMAGO

Was diese Bayern aktuell so besonders macht, ist nicht nur die Anzahl der Tore, sondern die Art und Weise, wie sie zustande kommen. Die Mannschaft hört selbst bei klaren Spielständen nicht auf, sucht konsequent den Weg nach vorne und bleibt über 90 Minuten hinweg gefährlich.

Spieler wie Michael Olise, Harry Kane oder Luis Díaz stehen sinnbildlich für diese neue, gnadenlose Effizienz im Angriff. Doch auch aus der zweiten Reihe liefern Akteure regelmäßig Treffer und Vorlagen.

Historische Chance im Saisonendspurt

Mit aktuell 105 Toren rangiert Bayern zwar „nur“ auf Platz 18 der ewigen Rangliste – allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Kein anderes Team in den Top 20 hat zu diesem Zeitpunkt so wenige Spiele absolviert.

Schon fünf weitere Treffer könnten die Münchner in die Top 10 katapultieren. Und sollte die Offensive ihre Form konservieren, ist sogar der Angriff auf den europäischen Allzeit-Rekord ein realistisches Szenario.

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