Vor dem Champions-League-Kracher gegen Real Madrid entspannt sich die Personallage beim FC Bayern leicht – doch eine Schlüsselposition bleibt weiter offen.
Beim FC Bayern richtet sich vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid der Blick vor allem auf die Offensive – genauer gesagt auf die Position hinter Harry Kane. Denn ausgerechnet dort droht Trainer Vincent Kompany eine knifflige Entscheidung.
Eine positive Nachricht gibt es allerdings: Serge Gnabry ist zurück im Mannschaftstraining. Der 30-Jährige hatte beim 5:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli wegen Knieproblemen gefehlt. Laut BILD absolvierte der Offensivspieler am Montag wieder Teile der Einheit mit dem Team.
Nach dem Bundesliga-Spiel hatte Sportvorstand Max Eberl noch erklärt: „Wir haben uns für Pflege zu Hause entschieden und für Mittwoch wird er fit sein.“ Dennoch bleibt offen, ob Gnabry auch tatsächlich eine Option für die Startelf ist.
Der Nationalspieler hatte am Sonntag noch individuell mit Bandage trainiert. Wie belastbar sein Knie wirklich ist, wird sich wohl erst kurzfristig zeigen – möglicherweise erst nach dem Abschlusstraining am Dienstag.
Klar ist: Sollte Gnabry nicht von Beginn an spielen können, wird die Zehner-Position zum Problemfall für die Bayern.
Karl fehlt – Musiala wackelt
Denn die Alternativen sind begrenzt. Shootingstar Lennart Karl fällt weiterhin mit einem Muskelfaserriss aus und wird voraussichtlich noch rund zwei Wochen fehlen.
Auch bei Jamal Musiala ist die Situation heikel. Nach seiner Verletzung ist unklar, ob er körperlich bereit für zwei intensive Spiele innerhalb weniger Tage ist. Mit Blick auf die kommende WM soll kein unnötiges Risiko eingegangen werden – dennoch könnte er im Notfall gebraucht werden.

Neben Gnabry und Musiala stehen Kompany noch weitere Varianten zur Verfügung. Raphael Guerreiro und Tom Bischof könnten die Rolle im offensiven Mittelfeld übernehmen.
Alternativ wäre auch eine taktische Anpassung denkbar. So könnte der Bayern-Coach auf eine Doppelspitze mit Nicolas Jackson und Kane setzen, wobei sich der Engländer vermehrt ins Mittelfeld zurückfallen lassen würde.
Immerhin: Bis auf Lennart Karl und Sven Ulreich standen am Montag alle Profis im Training auf dem Platz. Die finale Entscheidung über die Aufstellung dürfte somit erst kurz vor dem Anpfiff fallen.

