Wer überzeugt, wer enttäuscht? So schlagen sich die Bayern-Leihspieler

Vjekoslav Keskic
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Zum Saisonende steht der FC Bayern vor einer großen Personalfrage: Gleich elf Leihspieler kehren im Sommer an die Säbener Straße zurück. Für die Verantwortlichen um Max Eberl und Christoph Freund beginnt damit eine entscheidende Phase der Kaderplanung – denn nur ein Bruchteil dieser Spieler dürfte langfristig eine Rolle beim Rekordmeister spielen.


Besonders positiv fällt die Entwicklung von Daniel Peretz ins Auge. Nach einer schwierigen ersten Leihe beim HSV hat der Israeli beim FC Southampton voll eingeschlagen. Als klare Nummer eins überzeugte er mit starken Leistungen und beeindruckenden Ergebnissen. Sollte Southampton die Kaufoption ziehen, wäre das für die Bayern nicht nur sportlich, sondern auch finanziell ein Gewinn.

Auch Arijon Ibrahimovic hat einen wichtigen Schritt gemacht. Beim 1. FC Heidenheim sammelte der Offensivspieler endlich konstant Spielpraxis und überzeugte mit starken Laufwerten sowie ordentlichen Scorerpunkten. FCB-intern wird ihm durchaus zugetraut, künftig eine Rolle im Profikader einzunehmen – möglicherweise als Backup für Luis Díaz.

Verkaufskandidaten und schwierige Fälle

Ganz anders stellt sich die Situation bei João Palhinha dar. Sportlich zwar solide bei Tottenham, aber ohne Perspektive in München. Die Bayern hoffen klar auf einen festen Verkauf – idealerweise für rund 30 Millionen Euro.

Auch Bryan Zaragoza steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach mehreren Leihen ohne nachhaltigen Durchbruch ist ein Verbleib in München kaum vorstellbar. Ähnlich sieht es bei Sacha Boey aus, der weder beim FC Bayern noch bei Galatasaray nachhaltig überzeugen konnte.

Bei Alexander Nübel ist die Lage kompliziert. Zwar zeigt er beim VfB Stuttgart konstant gute Leistungen, doch intern gilt Jonas Urbig weiterhin als Wunschlösung für die Zukunft im Bayern-Tor. Selbst eine Vertragsauflösung scheint nicht ausgeschlossen.

Talente zwischen Hoffnung und Stillstand

Lovro Zvonarek
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Ein gemischtes Bild zeigt sich bei den jüngeren Spielern. Lovro Zvonarek konnte sich in Zürich als Stammspieler etablieren und sammelt wertvolle Erfahrung. Auch Tarek Buchmann deutete trotz erneuter Verletzungsprobleme sein Potenzial an.

Weniger erfreulich verlief die Saison für Jonah Kusi-Asare, dessen Leihe zum FC Fulham nahezu komplett verpuffte. Auch Maurice Krattenmacher und Armindo Sieb konnten sich bei ihren Klubs nicht nachhaltig durchsetzen.

Die Vielzahl an Rückkehrern zeigt deutlich: Der FC Bayern steht vor einem intensiven Transfer-Sommer. Neben gezielten Verstärkungen geht es vor allem darum, den Kader zu verschlanken und klare Perspektiven zu schaffen.

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