Diaz-Backup: Bayern hat England-Juwel Jeremy Monga im Blick

Vjekoslav Keskic
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Der FC Bayern treibt seine Planungen für den Transfersommer weiter voran – mit klarem Fokus auf die Offensive. Besonders auf der linken Außenbahn sehen die Münchner Handlungsbedarf. Während mit Anthony Gordon ein prominenter Name ganz oben auf der Wunschliste steht, rückt nun eine deutlich günstigere Alternative in den Fokus: Jeremy Monga.


Der 16-Jährige von Leicester City gilt als eines der spannendsten Nachwuchstalente im englischen Fußball. In der laufenden Saison hat er bereits erste Schritte im Profibereich gemacht und kommt auf 25 Einsätze in der Championship. Dabei deutete der Flügelspieler mit einem Tor und zwei Vorlagen sein Potenzial an – vor allem durch Tempo, Technik und Flexibilität auf beiden Außenbahnen.

Bayern verfolgt eine zweigleisige Strategie

Die Personalie zeigt exemplarisch, wie der FC Bayern aktuell denkt. Mit Anthony Gordon haben die Verantwortlichen eine sofortige Verstärkung im Blick – einen Spieler, der bereits auf höchstem Niveau performt und international Erfahrung mitbringt. Allerdings stellt die kolportierte Ablöse von rund 60 Millionen Euro eine große Hürde dar.

Genau hier kommt Monga ins Spiel. Der Engländer wäre mit einem geschätzten Marktwert von rund zehn Millionen Euro deutlich günstiger und würde perfekt in die neue Strategie passen, verstärkt auf junge, entwicklungsfähige Spieler zu setzen.

Perspektivspieler statt Soforthilfe

Jeremy Monga
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Allerdings ist klar: Monga wäre keine kurzfristige Lösung. Im Gegensatz zu Gordon handelt es sich um ein reines Perspektivprojekt. Die Bayern müssten dem Youngster Zeit geben, sich zu entwickeln und an das Niveau eines Topklubs heranzuführen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch seine Vertragssituation. Aktuell besitzt Monga lediglich einen Ausbildungsvertrag bei Leicester und könnte erst im Sommer, nach seinem 17. Geburtstag, einen Profivertrag unterschreiben. Das eröffnet potenziell eine Chance auf dem Transfermarkt – erhöht aber gleichzeitig die Konkurrenz, denn auch Klubs wie Borussia Dortmund sowie mehrere Premier-League-Topteams haben ihn im Blick.

Die aktuellen Meldungen zeigen: Der FC Bayern fährt bei der Flügelsuche zweigleisig. Mit Gordon als Premiumlösung und Monga als Talent-Option sichern sich die Münchner unterschiedliche Szenarien ab. Welche Variante am Ende umgesetzt wird, dürfte maßgeblich von den finanziellen Möglichkeiten und dem weiteren Transferverlauf abhängen.

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