Vincent Kompany wird im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen PSG fehlen. Jetzt steht fest, wer den Bayern-Coach an der Seitenlinie vertreten wird.
Der FC Bayern hat sich mit dem 4:2-Erfolg gegen den VfB Stuttgart die Deutsche Meisterschaft gesichert – und Vincent Kompany feierte ausgelassen mit seinem Team auf dem Rasen. Beim nächsten großen Highlight wird der Cheftrainer jedoch nicht an der Seitenlinie stehen.
Im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain am 28. April (21 Uhr) muss Kompany aufgrund einer Gelbsperre passen. Der Belgier hatte im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid (4:3) nach einem Protest die Gelbe Karte gesehen – seine dritte in der laufenden Königsklassen-Saison. Damit ist er automatisch für ein Spiel gesperrt.
Lange war unklar, wer Kompany beim Kracher in Paris vertreten wird. Eine klare Hierarchie im Trainerteam gibt es nicht – mehrere Assistenten teilen sich die Aufgaben. Nun ist die Entscheidung gefallen: Laut BILD wird Co-Trainer Aaron Danks die Mannschaft in Paris betreuen.
Kompany selbst hatte die Personalie nach dem Stuttgart-Spiel bereits angedeutet: „Das ist schon entschieden. Es ist schon alles geklärt, hat aber noch keine Priorität bis nächste Woche.“ Den Namen nannte er zunächst nicht – inzwischen ist jedoch klar, dass Danks die Verantwortung übernehmen wird.
Bereits gegen Stuttgart war zu beobachten, dass der 42-Jährige auffällig viele Anweisungen gab und sich deutlich aktiver in der Coaching-Zone präsentierte als sonst. Eine Art Generalprobe für seinen Einsatz in der Champions League.
Danks hat Erfahrung als Cheftrainer
Beim FC Bayern ist er vor allem für Standardsituationen zuständig, bringt aber auch Erfahrung in leitender Funktion mit. In der Vergangenheit arbeitete er unter anderem bei Aston Villa, wo er zeitweise als Interimstrainer einsprang. Zudem war er Assistent von Unai Emery und Steven Gerrard sowie beim FC Middlesbrough unter Michael Carrick tätig. Auch beim RSC Anderlecht arbeitete er bereits mit Kompany zusammen.
Neben Danks gehören mit Floribert N‘Galula, René Maric und Daniel Fradley weitere Co-Trainer zum Stab. Während N‘Galula vor allem im Training präsent ist und Maric als taktischer Kopf gilt, bringt Fradley seine Expertise als Chefanalytiker ein.

Trotz seiner Sperre zeigt sich Kompany gelassen und hat volles Vertrauen in sein Team: „Ich habe vollstes Vertrauen in die Mannschaft und das Trainerteam. Mein Team kann es schaffen – und ich bin dann bereit für das Rückspiel.“
Für den FC Bayern geht es in Paris um eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in München. Mit Danks an der Seitenlinie und Kompany im Hintergrund wollen die Münchner den nächsten Schritt Richtung Finale gehen.

