„Es ist noch alles drin für uns!“: Tah glaubt an Bayern-Comeback

Vjekoslav Keskic
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Der FC Bayern hat ein denkwürdiges Champions-League-Halbfinale erlebt – und trotz der spektakulären 4:5-Niederlage bei Paris Saint-Germain den Glauben an das Finale nicht verloren. Neun Tore, zwei Elfmeter und ein Spiel voller Wendungen machten das Duell im Prinzenpark zum torreichsten Halbfinale der Wettbewerbsgeschichte.


Die Münchner starteten stark in die Partie und gingen durch einen verwandelten Elfmeter von Harry Kane früh in Führung. Doch PSG reagierte eiskalt und drehte die Begegnung noch vor der Pause. Nach Treffern von Khvicha Kvaratskhelia und João Neves sowie einem weiteren Elfmeter durch Ousmane Dembélé lag der deutsche Rekordmeister zur Halbzeit mit 2:3 zurück.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es wild. PSG zog durch weitere Tore von Kvaratskhelia und Dembélé zwischenzeitlich auf 5:2 davon. Doch die Bayern zeigten einmal mehr Moral: Dayot Upamecano und Luis Díaz verkürzten und machten die Partie wieder spannend. Am Ende reichte es jedoch nicht mehr zum Ausgleich.

Tah: „Sehr intensives Spiel“ – Kritik an Entscheidungen

Trotz der Niederlage zeigte sich Jonathan Tah nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Ja, war schon ein sehr, sehr intensives Spiel. Trotz dessen, dass wir verloren haben, glaube ich, dass wir heute wirklich in vielen Phasen gezeigt haben, was wir für eine Mannschaft sind“, erklärte der Innenverteidiger im Gespräch mit Prime Video.

Besonders hob er hervor, wie die Mannschaft mit Rückschlägen umging. „Mit Rückschlägen umgegangen sind, auch mit schwierigen Schiedsrichterentscheidungen umgegangen sind“, so Tah weiter. Vor allem bei einigen Entscheidungen zeigte sich der 30-Jährige kritisch: „Elfmeter war ich mir nicht ganz sicher, muss ich mir nochmal angucken. Okay, wir hatten ein, zwei kleine Fouls, die ich nicht ganz verstanden habe.“

Dennoch betonte Tah die mentale Stärke des Teams: „Aber am Ende sage ich ja, wir sind gut damit umgegangen, weil wir lassen uns von sowas nicht aufhalten.“

Glaube an das Rückspiel in München

Bayern vs. PSG
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Der Blick richtet sich nun voll auf das Rückspiel in der Allianz Arena – und dort sehen sich die Bayern weiterhin in einer guten Ausgangsposition. „Ja, und es ist noch alles drin für uns in dem Rückspiel“, stellte Tah klar.

Auch die Arbeit des Trainerteams hob er hervor, nachdem Vincent Kompany aufgrund seiner Sperre nicht an der Seitenlinie stehen durfte. „Ich glaube, dass der Staff das gut umgesetzt hat. Ich glaube, sie haben vorher sehr viel kommuniziert“, erklärte Tah und ergänzte: „Und am Ende sind wir auch die, die auf dem Platz performen müssen, auch wenn der Trainer nicht da ist.“

Trotz der fünf Gegentore zieht der Nationalspieler auch positive Schlüsse aus der Offensivleistung. „Ich glaube, man hat wirklich gesehen, dass wir viele Tore schießen können“, sagte er und leitete daraus Zuversicht ab: „Und deswegen gehen wir mit vollem Selbstvertrauen in dieses Rückspiel rein, in der Allianz Arena, hauen alles raus und wollen dann ins Finale.“

Die Botschaft ist eindeutig: Trotz Rückschlag lebt der Traum vom Finale – und der FC Bayern glaubt fest an die Wende vor eigenem Publikum.

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