Angstgegner Bayern? Der FCB dominiert PSG in den letzten Jahren

Vjekoslav Keskic
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Der FC Bayern spielt in dieser Champions-League-Saison in einer eigenen Liga und steht nun kurz davor, sich endgültig in die Geschichtsbücher zu schießen. Vor dem Halbfinal-Hinspiel bei Paris Saint-Germain richten sich die Blicke nicht nur auf das sportliche Duell, sondern auch auf mögliche Rekorde.


Mit elf Siegen aus zwölf Spielen haben die Münchner bereits jetzt eine historische Marke erreicht. Nie zuvor in der Vereinsgeschichte konnte der FCB mehr Spiele in einer Königsklassen-Saison gewinnen. Die bisherigen Bestwerte aus den Spielzeiten 2000/01 und 2019/20 – beide endeten bekanntlich mit dem Titelgewinn – wurden damit bereits übertroffen.

Sollte die Mannschaft von Vincent Kompany jetzt ein weiteres Spiel gewinnen, würde sie mit Real Madrid gleichziehen. Die Königlichen halten seit der Saison 2001/02 mit zwölf Siegen den Bestwert im Wettbewerb.

Bayern wird zum Angstgegner von Paris

Das Duell mit Paris Saint-Germain ist längst zu einem Dauerbrenner geworden. Insgesamt 15 Mal trafen beide Teams bereits in der Champions League aufeinander – allein neun Duelle gab es seit der Saison 2017/18. Kaum eine andere Paarung wurde in diesem Zeitraum häufiger ausgetragen.

Die jüngere Vergangenheit spricht dabei klar für den deutschen Rekordmeister. Die Bayern haben die letzten fünf Aufeinandertreffen allesamt gewonnen, darunter auch das 2:1 im November in Paris. Eine solche Siegesserie gegen PSG ist im Europapokal einzigartig.

Auch gegen andere französische Teams präsentierte sich der FCB zuletzt extrem dominant. 14 der vergangenen 16 Duelle gegen Klubs aus der Ligue 1 konnten die Münchner für sich entscheiden – ein beeindruckender Wert, der die Favoritenrolle unterstreicht.

Offensiv-Spektakel auf höchstem Niveau erwartet

Khvicha Kvaratskhelia
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Neben den historischen Zahlen verspricht vor allem die Offensivpower beider Teams ein echtes Spektakel. Sowohl Bayern als auch PSG haben in der laufenden Champions-League-Saison bereits 38 Treffer erzielt – Bestwert im Wettbewerb.

Während die Pariser ihren Vereinsrekord bereits eingestellt haben, jagen die Münchner ihre eigene Bestmarke aus der Triple-Saison 2019/20 mit 43 Toren. Besonders bemerkenswert: Trotz zweier zusätzlicher Spiele von PSG liegt der Toreschnitt der Bayern mit 3,17 Treffern pro Partie deutlich höher.

Doch genau hier liegt auch die größte Herausforderung. PSG befindet sich in der entscheidenden Phase der Saison in Topform und hat in den letzten acht K.o.-Spielen der Champions League immer mindestens zwei Tore erzielt – eine Serie, die nur der FC Barcelona unter Luis Enrique zuvor gelang.

Für die Bayern-Defensive bedeutet das höchste Alarmbereitschaft. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Zahlen: Dieses Halbfinale ist nicht nur ein Duell zweier Topteams, sondern auch ein Aufeinandertreffen zweier der besten Offensiven Europas.

Die Voraussetzungen für ein historisches Spiel sind damit geschaffen – und der FC Bayern hat die Chance, seine ohnehin beeindruckende Saison mit einem weiteren Rekord zu krönen.

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