Der FC Bayern treibt seine Personalplanungen für den Sommer weiter voran und richtet den Blick dabei offenbar erneut auf einen alten Bekannten. Aktuellen Berichten zufolge beschäftigen sich die Münchner mit einer Verpflichtung von Kai Havertz. Der Nationalspieler vom FC Arsenal könnte an der Säbener Straße eine ganz bestimmte Rolle einnehmen.
Durch den bevorstehenden Abschied von Leihstürmer Nicolas Jackson besteht beim deutschen Rekordmeister Bedarf im Angriff. Hinter Harry Kane fehlt eine verlässliche Alternative, die sowohl im Sturmzentrum als auch flexibel in anderen Offensivrollen eingesetzt werden kann. Genau hier kommt Havertz ins Spiel.
Der 26-Jährige bringt ein Profil mit, das bei den Bayern seit Jahren geschätzt wird. Schon 2020, damals noch bei Bayer Leverkusen, hatten sich die Münchner intensiv mit ihm beschäftigt, zogen jedoch aufgrund der hohen Ablöseforderung den Kürzeren. Nun könnte sich eine zweite Chance ergeben.
Wie der englische Transfer-Experte Charles Watts berichtet, beobachten mehrere Topklubs die Situation des Offensivspielers – darunter auch der FC Bayern. Arsenal soll einem Verkauf im Sommer grundsätzlich offen gegenüberstehen, sofern ein entsprechendes Angebot eingeht.
Sportlich reizvoll – finanziell heikel

Aus sportlicher Sicht würde Havertz gut in das System von Vincent Kompany passen. Seine Fähigkeit, zwischen den Linien zu agieren, Räume zu öffnen und sich flexibel in verschiedene Positionen einzubringen, macht ihn zu einer interessanten Option. Als spielender Stürmer könnte er zudem eine andere Dynamik ins Bayern-Spiel bringen als ein klassischer Backup für Kane.
Allerdings bringt der mögliche Transfer auch Risiken mit sich. Zum einen wäre da die Ablöse: Während sein Marktwert aktuell auf rund 50 Millionen Euro geschätzt wird, dürfte Arsenal deutlich mehr verlangen. Die Gunners hatten 2023 selbst rund 75 Millionen Euro investiert und werden kaum bereit sein, den Nationalspieler unter Wert abzugeben.
Zum anderen sorgt die Verletzungshistorie des Offensivspielers für Fragezeichen. Seit seinem Wechsel nach London verpasste Havertz mehr als 60 Spiele. Auch in der laufenden Saison kommt er bislang nur auf 835 Einsatzminuten, in denen ihm fünf Tore und vier Vorlagen gelangen.
An der Säbener Straße dürfte man daher genau prüfen, ob sich ein solcher Deal lohnt. Die Verantwortlichen um Max Eberl verfolgen weiterhin die Strategie, gezielt und wirtschaftlich sinnvoll zu investieren. Ein teurer Transfer für einen Backup-Spieler würde diesem Ansatz eigentlich widersprechen.

