Der FC Bayern steht vor einem richtungsweisenden Transfersommer – und diesmal geht es nicht nur um neue Stars, sondern vor allem um Abgänge. Sportvorstand Max Eberl hat öffentlich klargemacht, dass der Rekordmeister verkaufen muss. Nun verdichten sich die Hinweise, welche Spieler konkret auf der Streichliste stehen.
Max Eberl weiß, dass er liefern muss. Der 52-Jährige steht unter genauer Beobachtung des Aufsichtsrats um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Nach kostspieligen Vertragsverlängerungen mit Leistungsträgern wie Jamal Musiala, Joshua Kimmich oder Alphonso Davies ist klar: Neue Einnahmen sind zwingend notwendig, wie die Sport BILD und Abendzeitung München übereinstimmend berichten.
„Wir werden auch Spieler verkaufen müssen“, stellte Eberl zuletzt unmissverständlich klar. Neben den bereits feststehenden Abgängen von Leon Goretzka und Raphaël Guerreiro sowie dem Verzicht auf eine feste Verpflichtung von Leihspieler Nicolas Jackson geht es jetzt um weitere Transfererlöse.
Die Bayern verfolgen bereits seit geraumer Zeit einen konsequenten Sparkurs. Im Sommer 2025 hat man sich von Top-Verdienern wie Kingsley Coman und Thomas Müller getrennt.
Defensive und Leihspieler im Fokus
Vor allem in der Defensive könnten sich die Bayern bewegen. Min-jae Kim gilt als einer der prominentesten Verkaufskandidaten. Der Südkoreaner ist hinter Dayot Upamecano und Jonathan Tah nur noch Innenverteidiger Nummer drei. Trotz seiner Zuverlässigkeit könnte ein Verkauf sinnvoll erscheinen – auch, weil Juventus Turin starkes Interesse zeigt.
Hiroki Ito befindet sich in einer ähnlichen Situation, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Verletzungen haben seine Entwicklung gebremst, weshalb ein Verkauf derzeit weniger lukrativ wäre. Intern scheint man ihm noch Zeit geben zu wollen.
Auch mehrere Leihspieler stehen vor einer ungewissen Zukunft. Joao Palhinha, der bei Tottenham nicht nachhaltig überzeugen konnte, soll ebenso abgegeben werden wie Sacha Boey und Bryan Zaragoza, die ebenfalls keine zentrale Rolle in den Planungen spielen.
Im Tor bahnt sich ebenfalls eine Entscheidung an: Alexander Nübel, seit Jahren verliehen, soll nun endgültig verkauft werden und eine zweistellige Millionen-Ablöse einbringen.
Davies als Überraschungskandidat?

Für die größte Überraschung sorgt jedoch ein anderer Name: Alphonso Davies. Der Kanadier, einst unumstrittener Stammspieler, hat seinen Platz zuletzt an Konrad Laimer verloren. Nach Verletzungen und Formschwankungen gilt er plötzlich als möglicher Verkaufskandidat.
Ein Abgang würde sportlich schmerzen, finanziell jedoch enormes Potenzial bieten. Davies zählt zu den Topverdienern im Kader und könnte eine der höchsten Ablösen generieren. Dennoch gilt ein Transfer aktuell als eher unwahrscheinlich – auch, weil der Spieler selbst einem Wechsel zustimmen müsste.
Die Ausgangslage ist klar: Der FC Bayern muss Einnahmen generieren, um finanziell flexibel zu bleiben und gleichzeitig den Kader gezielt verstärken zu können.
Eberl steht damit erneut vor einer heiklen Aufgabe. Die richtige Balance zwischen sportlicher Qualität und wirtschaftlicher Vernunft zu finden, wird entscheidend sein.


