Beim FC Bayern spitzt sich die Situation um Konrad Laimer zu. Eigentlich wollten die Münchner mit dem Leistungsträger verlängern – doch im Vertragspoker sind beide Seiten aktuell weit voneinander entfernt. Nun deutet sich eine klare Haltung des Klubs an.
Bereits Mitte Februar hatte Sportvorstand Max Eberl eingeräumt, dass die Gespräche mit Laimer ins Stocken geraten sind. „Wir würden gerne mit Konny verlängern. Gespräche gab es, momentan ruht’s“, erklärte der 52-Jährige damals – und betonte, dass dies „ohne Groll und ohne Böses“ geschehe.
Doch auch Wochen später hat sich an der Situation nichts geändert. Laut übereinstimmenden Berichten liegen die Vorstellungen weiterhin deutlich auseinander. Während Laimer nach seiner starken Saison als Stammspieler auf der rechten Defensivseite eine deutliche Gehaltserhöhung anstrebt, zeigen sich die Bayern-Bosse wenig kompromissbereit.
Gehaltsforderung als Knackpunkt
Der Kern des Problems liegt im finanziellen Bereich. Aktuell soll Laimer rund acht bis neun Millionen Euro jährlich verdienen. Für einen neuen Vertrag fordert der Österreicher demnach ein Gesamtpaket von etwa 15 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen.
Eine Summe, die an der Säbener Straße kritisch gesehen wird. Zum Vergleich: Top-Neuzugang Luis Díaz soll rund 14 Millionen Euro verdienen, Michael Olise liegt bei etwa 13 Millionen. Intern möchte der FC Bayern die Gehaltsstruktur nicht weiter nach oben treiben – und setzt genau hier ein klares Signal.
Eberl formulierte es diplomatisch: „Man hat Vorstellungen, die anderen haben Vorstellungen, und die müssen in irgendeiner Art und Weise zusammenpassen. Momentan tun sie das nicht.“
Bayern bereit für konsequente Entscheidung

Die Haltung des Rekordmeisters scheint inzwischen deutlich härter geworden zu sein. Wie die BILD berichtet, wollen die Bayern im Fall Laimer ein Exempel statuieren und sich nicht auf die Forderungen des Spielers einlassen.
Das hat Konsequenzen: Ein Verkauf im kommenden Sommer gilt als realistisches Szenario. Selbst ein ablösefreier Abgang 2027 wird intern offenbar in Kauf genommen, sollte keine Einigung erzielt werden.
Sportlich wäre ein Abschied ein spürbarer Verlust. Laimer hat sich unter Vincent Kompany zu einem Schlüsselspieler entwickelt, überzeugte mit Vielseitigkeit, Aggressivität und Konstanz. Sein Marktwert ist in dieser Saison deutlich gestiegen und liegt mittlerweile bei rund 32 Millionen Euro.
Dennoch zeigt der Fall einmal mehr, dass beim FC Bayern wirtschaftliche Prinzipien zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Fest steht: Im Vertragspoker um Konrad Laimer geht es längst nicht mehr nur um einen einzelnen Spieler, sondern auch um ein klares Signal für die Zukunftspolitik des Klubs.


