Kovac verrät: Das macht Bayern besser als der BVB

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

Niko Kovac hat den FC Bayern für seine aktuelle Saison gelobt – und dabei klar benannt, was den Münchnern im Vergleich zum BVB voraus ist.


Der FC Bayern dominiert die Bundesliga in dieser Saison nach Belieben. Nach 31 Spieltagen beträgt der Vorsprung auf Borussia Dortmund satte 15 Punkte. Für BVB-Coach Niko Kovac ist klar, woran das liegt.

Im Interview mit der FAZ machte der 54-Jährige deutlich, dass die Münchner aktuell in mehreren Bereichen überlegen sind. „Was uns vielleicht ein wenig fehlt, ist das, was die Bayern im Überfluss haben“, erklärte Kovac.

Besonders die individuelle Klasse im Kader hebt der Dortmunder Trainer hervor. „Sie haben einen unglaublich starken Kader mit vielen besonderen Individualisten. Es gelingt ihnen, in dieser Saison besonders gut, das Attraktive mit dem Erfolgreichen zu verbinden.“

Auch die Offensivzahlen der Bayern beeindrucken Kovac: „113 Tore in 31 Spielen sind außergewöhnlich. Das können im Moment nicht einmal die reichsten Klubs in England in dieser Form bieten. Das muss man neidlos anerkennen.“

Beim BVB sieht Kovac hingegen eine andere Entwicklung. Zwar stimmen die Ergebnisse insgesamt, doch die Diskussion um die Spielweise reißt nicht ab.

Debatte um Attraktivität beim BVB

Kovac stellte die Frage nach der Bedeutung von attraktivem Fußball grundsätzlich infrage: „Ich frage Sie: Wer spielt – außer Bayern München – dauerhaft attraktiv in der Bundesliga? Und ist Attraktivität wichtiger als Erfolg?“

Der Kroate betonte zudem, dass die Bundesliga generell schwer berechenbar sei: „Man muss wissen, dass die Bundesliga keine Theaterbühne ist, auf der jede Vorstellung gleich verläuft, vieles ist unberechenbar.“

Trotz der Kritik sieht Kovac sein Team auf einem guten Weg: „Ich denke, dass wir durchaus in dieser Saison auch sehr gute und attraktive Spiele gezeigt haben.“

Vincent Kompany, Niko Kovac
Foto: IMAGO

Auch gegen das Image eines defensiven Trainers wehrte sich der frühere Bayern-Coach deutlich. „‚Kovac-Fußball‘, das hat mal einer in die Welt gesetzt, seitdem steht es wahrscheinlich im Raum. Ich kenne die Vorurteile: ‚zu passiv, zu defensiv‘. Ein Blick in die Statistiken bestätigt das sicher nicht.“

Tatsächlich verweist Kovac auf ordentliche Offensivzahlen: „Im Schnitt erzielen wir mehr als zwei Treffer pro Partie, nur die Bayern und Stuttgart haben mehr Tore geschossen als wir.“

THEMEN
Teile diesen Artikel
×