Harry Kane ist heute einer der komplettesten Stürmer der Welt – doch der Weg an die Spitze war alles andere als geradlinig. Nun hat sein früherer Trainer Mauricio Pochettino überraschende Einblicke in die Anfangszeit des Bayern-Stars gegeben.
Als Pochettino 2014 bei Tottenham Hotspur übernahm, spielte Harry Kane zunächst nur eine Nebenrolle. „Als Tim Sherwood den Klub verließ und wir kamen, war Harry Kane der dritte oder vierte Stürmer“, erinnerte sich der Argentinier im Podcast Stick to Football.
Dass ausgerechnet dieser Spieler später zum Rekordtorschützen der Spurs werden sollte, war damals nicht absehbar.
Probleme abseits des Platzes
Pochettino erkannte zwar früh das Potenzial des Angreifers, sah jedoch auch klare Defizite. „Es stimmt, er hatte nicht die besten Gewohnheiten“, erklärte der heutige US-Nationaltrainer.
Gemeint waren vor allem Aspekte wie Trainingsdisziplin, Ernährung und Lebensstil – Faktoren, die im modernen Spitzenfußball über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können.
Der Schlüssel zur Entwicklung lag letztlich in einem offenen Gespräch. „Nachdem wir mit ihm gesprochen hatten, war er sehr intelligent und hat diese Gewohnheiten schnell geändert“, so Pochettino.
Diese Anpassung sollte sich als entscheidend erweisen. Kane entwickelte sich rasant weiter, übernahm Verantwortung und wurde zum unumstrittenen Leistungsträger.
Vom Talent zum Rekordspieler

Die Zahlen sprechen für sich: 280 Tore für Tottenham machten Kane zum Rekordtorschützen des Klubs. Auch in der Premier League schrieb er Geschichte und überholte Wayne Rooney als erfolgreichsten englischen Torjäger.
Für Pochettino ist klar, dass dieser Aufstieg kein Zufall war: „Wir sind stolz, aber es ist er selbst und die Menschen um ihn herum, die ihn erfolgreich gemacht haben.“
Weltklasse auch beim FC Bayern
Heute bestätigt Kane seine Ausnahmestellung Woche für Woche beim FC Bayern. In der laufenden Saison kommt der 31-Jährige auf beeindruckende 54 Tore in 46 Spielen und führt die Münchner erneut an die nationale Spitze.
Sein Werdegang zeigt eindrucksvoll, wie entscheidend die richtige Einstellung für den ganz großen Durchbruch ist.
Neben den Erinnerungen an Kane sprach Pochettino auch über seine eigene Zukunft. Der aktuelle Trainer der USA schließt eine Rückkehr in die Premier League nicht aus: „Eines Tages, ja, weil ich England wirklich mag.“
Besonders Tottenham bleibt für ihn ein emotionaler Ort: „Ich liebe Tottenham wirklich. Es ist einer der wichtigsten Teile meines Lebens.“
Die Geschichte von Harry Kane macht deutlich: Selbst Weltstars beginnen nicht perfekt – aber sie wissen, wie man aus Schwächen Stärken macht.


