Bayern bekommt neue Konkurrenz! Topklub steigt in Gordon-Poker ein

Vjekoslav Keskic
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Der Transferpoker um Anthony Gordon nimmt weiter an Fahrt auf – und wird für den FC Bayern zunehmend komplizierter. Neben den Münchnern hat nun offenbar auch der FC Barcelona konkretes Interesse am englischen Nationalspieler angemeldet. Damit droht dem deutschen Rekordmeister im Werben um den Flügelspieler hochkarätige Konkurrenz.

Wie der Radiosender RAC1 berichtet, steht Gordon bei den Katalanen weit oben auf der Wunschliste. Sportdirektor Deco sucht gezielt nach einem flexiblen Offensivspieler, der vor allem auf der linken Seite eingesetzt werden kann. Hintergrund ist die dünne Personaldecke hinter Raphinha, der in dieser Saison verletzungsbedingt mehrfach ausfiel und lediglich auf 31 Pflichtspiele kommt.


Gordon passt dabei perfekt ins Anforderungsprofil: schnell, dynamisch und auf mehreren Offensivpositionen einsetzbar. Vor allem seine Auftritte in der Champions League sollen in Barcelona Eindruck hinterlassen haben.

Nach Informationen der spanischen SPORT gab es vor kurzem ein Treffen zwischen Barcelona und dem Berater des Engländers.

Bayern verfolgt klare Transferstrategie

Auch beim FC Bayern gilt der 25-Jährige seit Wochen als Top-Kandidat für die Verstärkung der Flügelposition. Die Münchner suchen einen Spieler, der Druck auf Luis Díaz ausüben und gleichzeitig für mehr Variabilität im Offensivspiel sorgen kann.

Dabei verfolgen die Verantwortlichen um Max Eberl eine klare Strategie. Zunächst soll eine Einigung mit dem Spieler erzielt werden, um anschließend mit besseren Karten in die Verhandlungen mit Newcastle zu gehen. Dieses Vorgehen hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach bewährt.

Das größte Hindernis bleibt jedoch der Preis. Newcastle soll rund 85 Millionen Euro für Gordon verlangen – eine Summe, die sowohl für Bayern als auch für Barcelona aktuell als zu hoch gilt.

Gerade die Münchner haben intern eine klare finanzielle Schmerzgrenze definiert und wollen diese nicht überschreiten. Auch Barça ist aufgrund seiner bekannten wirtschaftlichen Situation kaum in der Lage, solche Summen ohne Weiteres zu stemmen.

Newcastle unter Verkaufsdruck

Anthony Gordon
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Interessant ist die Situation aufseiten der Engländer. Newcastle könnte gezwungen sein, im Sommer einen Topspieler abzugeben, um die Financial-Fair-Play-Vorgaben einzuhalten.

Hinzu kommt die sportliche Lage: Als Tabellen-13. droht den Magpies das Verpassen des internationalen Geschäfts, was die Einnahmen zusätzlich schmälert. Ein Verkauf von Gordon würde finanziell den größten Spielraum schaffen.

Aktuell deutet vieles auf einen offenen Transferpoker hin: Neben Bayern und Barcelona gibt es weitere Klubs aus England, die um den Offensiv-Allrounder buhlen.

Während die Münchner mit ihrer strukturierten Transferstrategie punkten wollen, könnte Barcelona mit sportlicher Perspektive und internationalem Prestige überzeugen. Am Ende dürfte jedoch vor allem die Ablösefrage darüber entscheiden, wohin die Reise für Anthony Gordon im Sommer geht.

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