Die Geschichte klingt fast zu kurios, um wahr zu sein – und könnte doch Realität werden. Während PSG-Superstar Khvicha Kvaratskhelia am Mittwoch im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Bayern aufläuft, könnte sein jüngerer Bruder Tornike zeitgleich Gespräche mit den Münchnern führen.
Damit würde sich ein Kreis schließen, der vor Jahren am Campus des FC Bayern begann – und damals unvollendet blieb.
Wie der georgische Ableger der renommierten Gazzetta dello Sport berichtet, hat der FC Bayern Interesse an Tornike Kvaratskhelia. Der 16-Jährige gilt als großes Talent, spielt aktuell für die zweite Mannschaft von Dinamo Tiflis und steht bereits im Fokus mehrerer europäischer Klubs.
Besonders interessant: Der Offensivspieler soll sich bereits in München befinden, um sich mit den Verantwortlichen auszutauschen. Konkrete Gespräche könnten also zeitnah folgen.
Sportlich bringt Tornike ein ähnliches Profil wie sein berühmter Bruder mit. Auch er ist auf dem linken Flügel zuhause, sucht das Eins-gegen-eins und überzeugt mit Tempo sowie Kreativität.
Die verpasste Chance bei Khvicha
Die Verbindung zwischen Bayern und der Familie Kvaratskhelia reicht jedoch deutlich weiter zurück. Bereits 2018 absolvierte Khvicha Kvaratskhelia ein Probetraining am Campus des deutschen Rekordmeisters.
Damals hinterließ der heute 25-Jährige sowohl sportlich als auch menschlich einen starken Eindruck. Dennoch kam es nicht zu einer Verpflichtung – offenbar auch, weil das Thema intern nicht konsequent weiterverfolgt wurde.
Eine Entscheidung, die sich aus heutiger Sicht als verpasste Chance darstellt.
Vom Probetraining zum Weltstar

Kvaratskhelia entwickelte sich in den folgenden Jahren rasant. Über Stationen in Russland und Georgien führte ihn sein Weg zur SSC Neapel, wo er zum Superstar aufstieg und italienischer Meister wurde.
2025 wechselte er für rund 80 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain und gehört inzwischen zu den besten Offensivspielern der Welt. Beim 5:4 im Hinspiel gegen den FC Bayern unterstrich er das mit einem Doppelpack eindrucksvoll.
Die aktuelle Entwicklung rund um seinen Bruder wirkt daher fast wie eine zweite Chance für die Münchner.
Noch steht Tornike am Anfang seiner Karriere, doch genau darin liegt der Reiz für den FC Bayern. Der Klub setzt verstärkt darauf, Top-Talente früh zu verpflichten, bevor deren Marktwert explodiert.
Ob es am Ende tatsächlich zu einem Transfer kommt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Bayern haben die Entwicklung rund um die Familie Kvaratskhelia genau im Blick.
Und vielleicht gelingt diesmal das, was vor einigen Jahren verpasst wurde – ein georgisches Talent frühzeitig nach München zu holen, bevor es zur Weltklasse reift.



