Risiko oder Transfer-Coup? Bayern nimmt ManCity-Star ins Visier

Vjekoslav Keskic
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Beim FC Bayern laufen die Planungen für den Sommer auf Hochtouren – und dabei rückt ein prominenter Name erneut in den Fokus. Mit John Stones könnten die Münchner eine erfahrene Lösung für die Defensive verpflichten – und das sogar ablösefrei.

Während sich der Rekordmeister sportlich auf das mögliche Triple konzentriert, arbeiten die Verantwortlichen im Hintergrund bereits am Kader für die kommende Saison. Vor allem in der Defensive könnte es Veränderungen geben.


Mit Minjae Kim und Hiroki Ito stehen gleich zwei Innenverteidiger als mögliche Verkaufskandidaten im Raum. Für diesen Fall haben die Bayern offenbar einen klaren Plan B – und der führt nach Manchester.

Wie das Portal Caught Offside berichtet, steht John Stones weiterhin auf der Wunschliste der Münchner. Der 31-Jährige könnte im Sommer ablösefrei wechseln und wäre damit eine äußerst interessante Option.

Der mögliche Deal hat auf den ersten Blick viele Vorteile. Stones bringt enorme internationale Erfahrung mit, hat mit Manchester City sämtliche große Titel gewonnen und gilt als spielstarker Innenverteidiger, der perfekt in moderne Systeme passt.

Gerade seine Fähigkeit, das Spiel aus der Abwehr heraus aufzubauen, würde gut zum Stil von Vincent Kompany passen. Zudem könnte er eine wichtige Rolle als erfahrener Backup-Spieler übernehmen.

Verletzungen als großes Risiko

John Stones
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Doch genau hier liegt auch der Haken. In den vergangenen beiden Jahren war Stones immer wieder verletzt und verpasste zahlreiche Spiele. Teilweise fiel der Engländer über Wochen oder sogar Monate aus.

Diese Verletzungsanfälligkeit macht den Transfer zu einem Risiko – trotz der fehlenden Ablöse. Denn auch ein ablösefreier Spieler verursacht hohe Gehaltskosten.

Erinnerungen an Dier werden wach
Ein ähnliches Szenario gab es beim FC Bayern bereits mit Eric Dier. Der Engländer kam Anfang 2024 für vergleichsweise wenig Geld und entwickelte sich zu einem verlässlichen Backup in der Defensive.

Ein Modell, das auch bei Stones greifen könnte. Die Idee: Erfahrung, Qualität und Führungsstärke – ohne eine hohe Ablösesumme investieren zu müssen.

Abwägung zwischen Chance und Risiko

Allerdings sind die Bayern nicht allein im Rennen. Auch Juventus Turin, der AC Mailand und der FC Everton sollen sich mit einer Verpflichtung beschäftigen.

Der Markt für ablösefreie Topspieler ist hart umkämpft – vor allem, wenn es sich um einen Namen wie John Stones handelt.

Für den FC Bayern stellt sich damit eine klassische Transferfrage: Lohnt sich das Risiko bei einem verletzungsanfälligen Spieler – oder überwiegt die Chance auf einen erfahrenen Top-Verteidiger zum Nulltarif?

Die Entscheidung dürfte auch davon abhängen, wie sich die Personalien Kim und Ito entwickeln. Klar ist jedoch: Die Münchner prüfen alle Optionen – und ein ablösefreier Stones-Deal bleibt eine spannende Möglichkeit.

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