Sacha Boey spielt in den Planungen des FC Bayern keine Rolle mehr. Während die Münchner im Sommer auf einen Verkauf des Franzosen hinarbeiten, zeigt Galatasaray Istanbul weiterhin Interesse an einer dauerhaften Verpflichtung des Rechtsverteidigers. Allerdings gestaltet sich ein möglicher Deal komplizierter als gedacht.
Wie Sky berichtet, möchte Galatasaray Istanbul den 25-Jährigen auch über die laufende Leihe hinaus behalten. Der türkische Spitzenklub soll bereits planen, im Sommer erneut Gespräche mit dem FC Bayern aufzunehmen. Eine endgültige Einigung ist aktuell jedoch nicht in Sicht.
Der Grund: Die zwischen beiden Vereinen vereinbarte Kaufoption in Höhe von rund 15 Millionen Euro wollen die Verantwortlichen in Istanbul laut dem Bericht derzeit nicht aktivieren. Stattdessen hofft Galatasaray offenbar darauf, den Preis nachzuverhandeln oder eine weitere Leihe mit dem deutschen Rekordmeister auszuhandeln.
Für die Bayern ist die Situation alles andere als ideal. Sportlich besitzt Boey unter Vincent Kompany keine Perspektive mehr. Der Franzose konnte sich seit seinem Wechsel nach München nie nachhaltig durchsetzen und spielte in den langfristigen Planungen keine Rolle mehr.
Dennoch würde der FCB den Außenverteidiger am liebsten dauerhaft abgeben, um zumindest einen Teil der damaligen Investition zurückzubekommen. Stand jetzt kehrt Boey nach dem Ende seiner Leihe zunächst jedoch wieder an die Säbener Straße zurück. Sein Vertrag beim deutschen Rekordmeister läuft noch bis 2028.
Bayern droht ein Millionenverlust

Für den FC Bayern entwickelt sich der Transfer von Boey zunehmend zu einem wirtschaftlichen Problemfall. Erst im Winter 2024 hatten die Münchner knapp 30 Millionen Euro für den Rechtsverteidiger an Galatasaray überwiesen. Große Erwartungen begleiteten den Wechsel damals, nachdem Boey in Istanbul als einer der stärksten Außenverteidiger der türkischen Süper Lig gegolten hatte.
In München blieb der große Durchbruch allerdings aus. Verletzungen, fehlende Konstanz und die starke Konkurrenz verhinderten, dass sich der Franzose dauerhaft etablieren konnte.
Immerhin konnte Boey bei Galatasaray zuletzt wieder Eigenwerbung betreiben. Seit seiner Rückkehr im Winter absolvierte der Franzose 16 Pflichtspiele für die Türken und erzielte dabei zwei Treffer. Die Leistungen sollen die Verantwortlichen in Istanbul durchaus überzeugt haben.
Wie viel Galatasaray am Ende bereit ist, für Boey zu bezahlen, bleibt offen. Klar ist jedoch: Sollte der FC Bayern den Verteidiger tatsächlich deutlich unter seiner damaligen Ablösesumme verkaufen müssen, würde sich der Transfer endgültig als kostspieliges Missverständnis herausstellen.



