Vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain schwört Jonathan Tah auf die Fans des FC Bayern ein – und zeigt sich trotz des Hinspiels optimistisch.
Der FC Bayern steht vor dem bisher wichtigsten Spiel der Saison. Nach der knappen 4:5-Niederlage im Hinspiel gegen Paris Saint-Germain geht es im Rückspiel in der Allianz Arena um den Einzug ins Champions-League-Finale. Innenverteidiger Jonathan Tah setzt dabei vor allem auf den Heimvorteil.
„Man merkt auf jeden Fall, wenn alles in Rot ist. Was ich am meisten spüre, ist diese besondere Atmosphäre. Gegen Real waren noch einmal alle präsenter. Es gibt einen extremen Push, das darf man nicht unterschätzen, wenn das ganze Stadion hinter uns steht“, erklärte der 29-Jährige bei der Pressekonferenz vor dem Spiel.
Das neue Heimtrikot, das gegen PSG erstmals getragen wird, spielt für Tah nur eine untergeordnete Rolle: „Mit dem anderen Trikot sind wir bis hierhin auch sehr gut gefahren. Das neue Trikot sieht gut aus. Am Ende geht es darum, dass wir zu Hause spielen, die Fans werden uns supporten“, sagte er.
Sportlich erwartet der Nationalspieler erneut ein intensives Duell auf höchstem Niveau: „Wir versuchen, noch besser zu spielen, noch mehr Chancen zu kreieren und weniger Chancen zuzulassen. Dann wird es auf jeden Fall ein Spektakel. Wir nehmen Dinge aus dem Hinspiel mit und glauben daran, dass wir es packen können.“
Besonders wichtig sei dabei die Arbeit gegen den Ball: „Sie bewegen sich extrem viel, so wie wir auch. Es ist das Wichtigste, dass wir aggressiv sind und in die Zweikämpfe kommen. Wir müssen Duelle und zweite Bälle gewinnen.“
Lehren aus dem Hinspiel
Rückblickend sieht Tah im turbulenten Hinspiel sowohl positive als auch negative Aspekte: „Vincent Kompany war ja in der Pause nicht in der Kabine. Wir haben den Elfmeter kurz vor der Pause kassiert, danach waren sie in Führung. Natürlich war es kein gutes Gefühl, vorher waren wir gut in der Partie.“
Dennoch habe die Reaktion der Mannschaft Mut gemacht: „Der Start in die zweite Halbzeit war schwierig, aber wie wir uns zurückgekämpft haben, gibt uns den Glauben, dass wir es schaffen können.“

Unabhängig von personellen Veränderungen sieht Tah die Defensive gut aufgestellt: „Es war gefühlt egal, wer auf dem Platz stand, es hat immer funktioniert. Wir sollten uns nicht darauf fokussieren, was vielleicht mal nicht funktioniert hat. Jeder kennt seine Rolle und konzentriert sich darauf.“
Mit Blick auf das Rückspiel überwiegt beim Bayern-Profi die Vorfreude: „Ich freue mich extrem auf dieses Spiel. Man ist nochmal angespannter und fokussiert. Es überwiegt aber die Vorfreude, gerade mit dem Hinspiel im Rücken. Es wird sehr viel Spaß machen. Mir ist wichtig, nicht zu vergessen, warum ich angefangen habe, Fußball zu spielen – das ist Spaß und Leidenschaft.“



