„Das ist schon komisch“: Laimer hadert nach Bayern-Aus mit dem Schiedsrichter

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Die Enttäuschung beim FC Bayern nach dem Halbfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain war riesig. Besonders Konrad Laimer zeigte sich nach dem 1:1 im Rückspiel emotional und haderte im Gespräch mit DAZN nicht nur mit den verpassten Chancen der Münchner, sondern auch mit mehreren umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen.

Nach dem spektakulären 4:5 im Hinspiel reichte dem FC Bayern das 1:1 in der Allianz Arena nicht mehr für den Einzug ins Champions-League-Finale. Für Konrad Laimer fühlte sich das Ausscheiden besonders bitter an. „Es ist hart. Es ist immer hart, wenn man nach so zwei Spielen ausscheidet“, erklärte der Österreicher nach der Partie bei DAZN.


Vor allem die Ausgeglichenheit der beiden Duelle schmerzte Laimer sichtlich. „In solchen Spielen kommt es auf ein paar kleine Details an. Ich hatte immer das Gefühl, dass wir das biegen können. Heute hat es aber nicht gereicht. Das ist schon bitter“, sagte der Bayern-Profi.

Dabei sah der 28-Jährige seine Mannschaft keineswegs unterlegen. „Vom Gefühl her waren wir schon dominant, wir hatten unsere Chancen, PSG auch ihre. Am Ende waren es Details“, analysierte Laimer.

Tatsächlich präsentierten sich die Münchner über weite Strecken mutig und spielbestimmend, belohnten sich jedoch erneut nicht konsequent genug vor dem Tor.

Laimer hadert mit Schiedsrichter João Pinheiro

FC Bayern vs. PSG
Foto: Getty Images

Besonders emotional wurde Laimer bei den Diskussionen rund um die Schiedsrichterentscheidungen. Im Fokus stand dabei eine umstrittene Szene um ein mögliches Handspiel von PSG-Verteidiger Nuno Mendes.

„Im Spiel selbst spürt man das nicht. Ich dachte, ich hätte den Ball mit dem Bauch gespielt, Mendes dann mit der Hand. Der Schiedsrichter pfeift fünf Sekunden später mein Handspiel. Das ist schon komisch“, erklärte der Bayern-Profi.

Laimer machte zudem deutlich, dass er insgesamt mit der Linie des portugiesischen Schiedsrichters João Pinheiro nicht zufrieden war. „Es hätte heute definitiv besser laufen lassen können für uns, auch mit dem anderen Handspiel“, sagte der Österreicher.

Für zusätzliche Irritation sorgte anschließend eine Information rund um den vierten Offiziellen. Laimer wurde darauf angesprochen, dass dieser dem Schiedsrichter offenbar den Hinweis gegeben haben soll, dass zunächst der Bayern-Spieler den Ball mit der Hand gespielt habe.

Die Reaktion des Österreichers fiel entsprechend überrascht aus. „Seit wann greift der vierte Offizielle in das Spiel ein? Das habe ich ja noch nie erlebt“, sagte Laimer sichtlich irritiert.

Gleichzeitig wollte der Bayern-Profi die Verantwortung für das Ausscheiden jedoch nicht ausschließlich auf die Schiedsrichter schieben. „Aber das ist nicht meine Sache, ich kann es jetzt im Nachgang ohnehin nicht mehr ändern“, erklärte er.

Dennoch machte Laimer deutlich, wie wichtig die Szene aus seiner Sicht hätte werden können. „Das wäre schon ein entscheidender Moment gewesen, wenn PSG so früh einen Spieler verloren hätte“, sagte der 28-Jährige mit Blick auf eine mögliche Gelb-Rote Karte oder einen Strafstoß.

Am Ende blieb beim FC Bayern vor allem Frust zurück – über verpasste Chancen, knappe Details und mehrere umstrittene Entscheidungen in zwei spektakulären Halbfinalspielen gegen Paris Saint-Germain.

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