„Das soll PSG zu spüren bekommen“: Drei Gründe für den Bayern-Finaleinzug

Vjekoslav Keskic
Foto: Getty Images

Der FC Bayern steht vor dem wichtigsten Spiel der Saison. Nach dem spektakulären 4:5 im Hinspiel gegen Paris Saint-Germain kämpfen die Münchner am Mittwochabend in der Allianz Arena um den Einzug ins Champions-League-Finale von Budapest. Vieles spricht dafür, dass die Bayern tatsächlich erneut einen magischen Europapokal-Abend erleben könnten.

Die Vorfreude in München ist riesig. Schon Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen PSG dreht sich in der Stadt nahezu alles um den Champions-League-Kracher. Ehrenpräsident Uli Hoeneß spürt dabei einen klaren Vorteil auf Seiten des deutschen Rekordmeisters.


„Das Momentum liegt beim FC Bayern, nicht bei Paris“, erklärte Hoeneß bei DAZN. Der langjährige Bayern-Macher berichtete sogar davon, dass er bei einem privaten Restaurantbesuch sofort auf das Spiel angesprochen worden sei. Die Euphorie rund um den Verein sei überall spürbar.

Grund 1: Die eigenen Fans im Rücken

FC Bayern vs. Real Madrid

Vor allem die Allianz Arena soll dabei zum entscheidenden Faktor werden. Unter dem Motto „Alle in Rot“ haben die organisierten Fans und der Verein selbst zu einer besonderen Atmosphäre aufgerufen. Schon beim Aufwärmen sollen die rund 4.000 mitreisenden PSG-Anhänger die Wucht der Münchner Arena zu spüren bekommen.

Passend dazu läuft der FC Bayern erstmals im neuen, knallroten Heimtrikot für die kommende Saison auf. Vincent Kompany machte deutlich, wie wichtig die Unterstützung von den Rängen werden kann. „Wir brauchen unsere Fans, wir brauchen Unterstützung. Es war so ein Feuer gegen Madrid. Wir brauchen sogar noch mehr“, betonte der Bayern-Coach.

Bereits im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid verwandelte sich die Allianz Arena in einen Hexenkessel. Die Münchner drehten dabei mehrfach einen Rückstand und sorgten mit dem 4:3-Siegtreffer von Michael Olise für einen der emotionalsten Momente der Saison.

Grund 2: Allianz Arena als echte Festung

Nicht nur emotional, sondern auch statistisch spricht vieles für den FC Bayern. Die Allianz Arena gilt in der Champions League seit Jahren als echte Festung.

Nur eines der vergangenen 29 Heimspiele in der Königsklasse haben die Münchner verloren. In der laufenden Champions-League-Saison gewann der FCB sogar alle bisherigen sechs Heimspiele in der Allianz Arena.

Vorstandschef Jan-Christian Dreesen formulierte die Kampfansage an PSG entsprechend deutlich. Die Allianz Arena sei „schwer zu stürmen – genau das soll Paris vom Anpfiff an zu spüren bekommen.“

Grund 3: Bayerns Comeback-Mentalität

Bayern vs. PSG
Foto: Getty Images

Hinzu kommt die Bayern-Mentalität in K.o.-Spielen der Champions League. Insgesamt 16 Mal verlor der deutsche Rekordmeister seit Einführung der Königsklasse ein Hinspiel in der K.o.-Phase. Viermal gelang den Münchnern anschließend dennoch das Weiterkommen.

Das jüngste Beispiel liefert das Achtelfinale der Vorsaison. Nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel bei Lazio Rom drehten die Bayern das Duell mit einem überzeugenden 3:0-Heimsieg in München.

Auch im Hinspiel in Paris oder zuletzt in der Bundesliga gegen Freiburg, Mainz und Heidenheim haben die Bayern ihe Comeback-Mentalität unter Beweis gestellt.

Genau auf diese Mischung aus Heimstärke, Erfahrung und Mentalität setzen die Verantwortlichen nun auch gegen PSG. Klar ist: Sollte der FC Bayern erneut einen magischen Abend in der Allianz Arena erwischen, könnte tatsächlich der zwölfte Finaleinzug der Vereinsgeschichte gelingen.

Teile diesen Artikel
×