Enthüllt: Williams-Transfer zu Bayern platzte wegen geheimer Datenfirma

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

Warum kam der Wechsel von Nico Williams zum FC Bayern nicht zustande? Eine geheime Datenanalyse spielte offenbar eine entscheidende Rolle.

Der FC Bayern hat sich im vergangenen Sommer bewusst gegen eine Verpflichtung von Nico Williams entschieden – und das trotz konkreter Gespräche. Neue Details zeigen nun, wie datengetrieben die Transferstrategie der Münchner inzwischen ist.


Laut dem Bericht der Sport BILD arbeitet Sportvorstand Max Eberl seit rund zehn Jahren mit einer externen Datenfirma zusammen, deren Identität bewusst geheim gehalten wird. Demnach werden mithilfe dieser Analysen potenzielle Neuzugänge genau geprüft und mit einem klar definierten Anforderungsprofil abgeglichen.

Genau an diesem Profil soll der Transfer von Williams letztlich gescheitert sein. Laut dem Bericht fand am 9. Juni ein Treffen mit seinem Berater Félix Tainta an der Säbener Straße statt, bei dem die Vorstellungen der Spielerseite diskutiert wurden.

Demnach kam Eberl zu dem Schluss, dass der Fokus der Williams-Seite stark auf finanziellen Aspekten lag. Neben einem geforderten Jahresgehalt von rund 22 Millionen Euro sprachen vor allem sportliche Gründe gegen einen Transfer.

Wie es in dem Bericht heißt, überzeugten insbesondere die Defensivwerte des Spaniers die Bayern-Verantwortlichen nicht. Für das sehr offensiv ausgerichtete System von Trainer Vincent Kompany wäre Williams demnach ein Risikofaktor gewesen.

Díaz statt Williams – mit Erfolg

Stattdessen konzentrierte sich der FC Bayern auf Luis Diaz. Laut dem Bericht passte der Kolumbianer deutlich besser in das gesuchte Profil, da er nicht nur offensiv überzeugt, sondern auch defensiv zuverlässig arbeitet.

Demnach organisierte Eberl sogar ein Video-Telefonat zwischen Diaz und Kompany, bei dem der Trainer den Offensivspieler von einem Wechsel nach München überzeugte.

Max Eberl
Foto: IMAGO

Die Entscheidung scheint sich ausgezahlt zu haben: Gemeinsam mit Michael Olise und Harry Kane kommt das Offensiv-Trio in der laufenden Saison auf über 100 Tore in allen Wettbewerben.

Die Bayern setzen damit klar auf eine Strategie, bei der nicht nur Namen und Marktwert entscheidend sind – sondern vor allem Daten, Spielprofil und Systempassung.

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