Hoeneß lobt Eberl für Olise-Coup: „Er hat die Entscheidung getroffen“

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Mit der Verpflichtung von Michael Olise hat der FC Bayern im Sommer 2024 einen echten Glücksgriff gelandet. Was damals noch mit Skepsis begleitet wurde, gilt heute als einer der besten Transfers der jüngeren Vereinsgeschichte. Nun hat Uli Hoeneß offengelegt, wer maßgeblich hinter dem Deal steckte.

Nach Aussage des Ehrenpräsidenten geht der Transfer in erster Linie auf Max Eberl zurück. Der Sportvorstand habe die Verpflichtung mit großer Überzeugung vorangetrieben – und dabei auch Verantwortung übernommen.


„Das war eine Entscheidung, die im Grunde auf Max zurückgeht“, erklärte Hoeneß im Gespräch mit DAZN. Besonders bemerkenswert: Innerhalb des Vereins war Olise zu diesem Zeitpunkt noch kein allseits bekannter Name.

Die Führungsetage habe demnach bewusst Vertrauen in Eberls Einschätzung gesetzt. Auch Christoph Freund sowie der damalige Trainerstab waren eingebunden, doch die entscheidende Initiative kam vom heutigen Sportvorstand.

Risiko wird zum Volltreffer

Michael Olise
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Rund 50 Millionen Euro überwies der FC Bayern damals an Crystal Palace – eine Summe, die zunächst kritisch beäugt wurde. Heute wirken diese Zweifel fast schon wie ein Relikt aus einer anderen Zeit.

Olise hat sich in München rasant entwickelt und gehört mittlerweile zu den besten Flügelspielern weltweit. Seine aktuellen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 51 Torbeteiligungen in 48 Pflichtspielen unterstreichen seinen enormen Einfluss auf das Offensivspiel der Bayern.

Der Franzose ist längst mehr als nur ein Leistungsträger. Mit seiner Technik, seiner Kreativität und seiner Torgefahr prägt er das Spiel des Rekordmeisters nachhaltig.

Seine Leistungen bleiben auch international nicht unbemerkt. Olise wird inzwischen sogar im erweiterten Kreis der Ballon-d’Or-Kandidaten gehandelt – ein Beleg für seine außergewöhnliche Entwicklung.

Vertrauen in die Entscheider zahlt sich aus

Hoeneß machte in diesem Zusammenhang auch deutlich, wie wichtig es ist, Führungspersonal Entscheidungsspielräume zu geben. „Genau dafür hat man Führungskräfte: damit sie Entscheidungen treffen können und dürfen“, betonte der 74-Jährige.

Der Fall Olise zeigt eindrucksvoll, wie sehr sich dieses Vertrauen auszahlen kann. Für Max Eberl ist es zugleich ein wichtiges Argument in eigener Sache – und ein Beleg dafür, dass seine Kaderplanung langfristig Früchte trägt.

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