Die Zukunft von Konrad Laimer beim FC Bayern bleibt offen. Obwohl der Österreicher sportlich und menschlich intern hohes Ansehen genießt, zeigen sich die Münchner Verantwortlichen im laufenden Vertragspoker kompromisslos. Die jüngsten Aussagen von Uli Hoeneß geben dabei einen tiefen Einblick in die aktuelle Haltung der Bayern-Bosse.
Mit seinem viel beachteten Satz „Er ist nicht Maradona!“ sorgte Ehrenpräsident Uli Hoeneß zuletzt für Aufsehen rund um die Vertragsgespräche mit Konrad Laimer. Hinter der deutlichen Aussage steckt offenbar ein klarer Kurs der Münchner Führungsetage.
Zwar schätzen die Verantwortlichen den österreichischen Nationalspieler intern enorm. Laimer gilt als extrem mannschaftsdienlich, laufstark und vielseitig einsetzbar. Gerade unter Vincent Kompany hat sich der 28-Jährige auf der rechten Abwehrseite festgespielt und zählt dort mittlerweile zu den wichtigsten Spielern im System des Bayern-Trainers.
Dennoch sehen die Bayern offenbar eine klare Grenze bei den finanziellen Rahmenbedingungen. Auslöser der aktuellen Diskussion sind Berichte über Laimers Gehaltsforderungen in den laufenden Gesprächen über eine Vertragsverlängerung.
Dem Vernehmen nach fordert der Defensiv-Allrounder künftig rund 15 Millionen Euro pro Jahr. Aktuell soll Laimer inklusive Bonuszahlungen bereits etwa zehn Millionen Euro jährlich verdienen – eine Summe, die beim FC Bayern intern bereits als hoch eingestuft wird.
Wie der kicker berichtet, teilt nicht nur Hoeneß die kritische Haltung gegenüber einer deutlichen Gehaltserhöhung. Auch die übrigen Entscheidungsträger an der Säbener Straße sollen nicht bereit sein, die Forderungen des Spielers ohne Weiteres mitzugehen.
Bayern würde ablösefreien Abschied in Kauf nehmen

Besonders bemerkenswert: Laut kicker ziehen die Münchner offenbar sogar in Betracht, Laimer ohne Vertragsverlängerung in sein letztes Vertragsjahr gehen zu lassen. Damit würde der FC Bayern bewusst das Risiko eingehen, den Österreicher später ablösefrei zu verlieren.
Die Bayern-Bosse gehen offenbar davon aus, dass Laimer zunächst einen sportlich gleichwertigen Verein finden müsste, der gleichzeitig auch bereit wäre, seine finanziellen Vorstellungen zu erfüllen.
Diese Haltung passt zur aktuellen strategischen Ausrichtung des Klubs. Nach den kostspieligen Vertragsverlängerungen und hochdotierten Gehältern der vergangenen Jahre achten die Verantwortlichen inzwischen deutlich stärker auf die interne Gehaltsstruktur.
Gerade Uli Hoeneß hatte zuletzt mehrfach betont, dass der FC Bayern wirtschaftlich wieder disziplinierter agieren müsse. Die Personalie Laimer entwickelt sich damit zunehmend auch zu einem Symbol für den neuen Sparkurs an der Säbener Straße.
Sportlich wäre ein möglicher Abschied des Österreichers dennoch schmerzhaft. Laimer zählt unter Kompany zu den flexibelsten Spielern im Kader und überzeugt regelmäßig mit Intensität, Mentalität und Einsatzbereitschaft.
Ob beide Seiten in den kommenden Monaten dennoch eine Einigung finden, bleibt offen.



