PSG ohne Schlüsselspieler: Hakimi-Ausfall verändert alles für Paris

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Der Ausfall von Achraf Hakimi könnte für Paris Saint-Germain im Rückspiel gegen den FC Bayern zum entscheidenden Faktor werden. Der marokkanische Nationalspieler verletzte sich im Hinspiel nach einem Duell mit Konrad Laimer – und hinterlässt nun eine Lücke, die weit über seine Position hinausgeht.

Hakimi zählt in Topform zu den dynamischsten Außenverteidigern der Welt. Gerade im Umschaltspiel ist er für PSG ein zentraler Baustein, was auch das Hinspiel eindrucksvoll gezeigt hat. Beim spektakulären 5:4 gegen die Bayern war er immer wieder an gefährlichen Aktionen beteiligt und bereitete unter anderem das zwischenzeitliche 4:2 mit Übersicht und Tempo vor.


Seine Fähigkeit, mit schnellen Gegenspielern wie Luis Díaz mitzuhalten, machte ihn zudem defensiv zu einem wichtigen Faktor. Genau dieses Element geht PSG nun verloren.

Zaire-Emery als Notlösung

Für Hakimi dürfte im Rückspiel Warren Zaïre-Emery auf die rechte Abwehrseite rücken. Der etatmäßige Mittelfeldspieler hat diese Rolle bereits in der Vergangenheit ausgefüllt, interpretiert sie jedoch deutlich anders.

Während Zaïre-Emery im Spielaufbau zusätzliche Stabilität bringen kann, fehlt ihm die explosive Tiefe, die Hakimi regelmäßig ins Spiel bringt. PSG dürfte dadurch weniger Wucht über die Außen entwickeln – ein klarer Vorteil für den FC Bayern.

Auswirkungen auf das Mittelfeld

Achraf Hakimi
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Der personelle Wechsel hat jedoch noch weitreichendere Folgen. Durch den Rückzug von Zaïre-Emery in die Defensive verliert das Pariser Mittelfeld an Struktur und Eingespieltheit.

Mit Fabián Ruiz steht zwar ein erfahrener Ersatz bereit, doch nach einer längeren Pause ist er noch nicht bei voller Leistungsfähigkeit. Auch Youngster Senny Mayulu ist eine Option, bringt aber naturgemäß weniger Erfahrung mit. Eine offensivere Variante mit Désiré Doué im Zentrum wäre hingegen mit Risiken verbunden.

PSG steht somit vor einer taktisch heiklen Entscheidung, die Balance zwischen Offensive und Stabilität zu finden.

Bank verliert an Qualität

Ein weiterer Faktor ist die Kaderbreite. Bereits im Hinspiel hatte PSG die größere Tiefe im Kader, konnte von der Bank nachlegen und das Spiel mitentscheiden.

Ohne Hakimi wird diese Stärke zumindest teilweise relativiert. Die Optionen auf der rechten Abwehrseite und im Mittelfeld sind eingeschränkt, während der FC Bayern personell wieder zulegen könnte.

Letztlich verliert PSG mit Hakimi genau den Spieler, der für ihr Spielsystem kaum zu ersetzen ist. Tempo, Dynamik und offensive Durchschlagskraft auf der rechten Seite werden spürbar fehlen.

Für den FC Bayern eröffnet sich dadurch eine neue Ausgangslage. Die Münchner wissen nun, dass sie im Rückspiel auf eine geschwächte Pariser Struktur treffen – und genau das könnte im Kampf um den Finaleinzug den entscheidenden Unterschied machen.

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